Aufträge ziehen auch im Februar leicht an

Grafik Auftragseingang
Bild: ZVEI e.V.

Jedoch sank die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland um 2,7% gegenüber dem Februar 2025. Das Geschäftsklima bleibt verhalten optimistisch. Die Effekte des im März begonnenen Iran-Kriegs spiegeln sich in den aktuellen Zahlen noch nicht wider.

“Zwar haben die Auftragseingänge auch im Februar 2026 weiter zugelegt, jedoch blieb das verbuchte Plus von knapp zwei Prozent diesmal eher moderat”, bilanziert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Inländische Kunden erhöhten ihre Bestellungen im Februar um 3,0%. Aus dem Ausland gingen 0,9% mehr Orders ein. Die Aufträge aus der Eurozone einerseits und aus Drittländern andererseits entwickelten sich erneut in entgegengesetzte Richtungen. Erstere stiegen zweistellig um 16,3%, wohingegen letztere um 6,9% zurückfielen.

In den zusammengenommenen ersten beiden Monaten des laufenden Jahres übertrafen die Orders ihren entsprechenden Vorjahreswert um 2,3%. Hier zogen die Inlandsaufträge um 2,8% und die Auslandsbestellungen um 1,8% an. Aus dem Euroraum gingen von Januar bis Februar 13,6% mehr Neubestellungen ein. Ausländische Geschäftspartner außerhalb des gemeinsamen Währungsraums reduzierten ihre Aufträge dagegen um 4,1%.

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland lag auch im Februar 2026 mit einem Minus von 2,7% niedriger als vor Jahresfrist. “Das lag, wie schon im Januar, allerdings auch an einem fehlenden Arbeitstag”, kommentiert Gontermann.

In den ersten beiden Monaten dieses Jahres verfehlte der aggregierte Branchenausstoß sein entsprechendes Vorjahreslevel damit um 3,2%.

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie lag Ende Januar bei 871.600 und damit um 1,3 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. 13.400 Beschäftigte arbeiten kurz.

Der nominale Umsatz der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen kam im Februar 2026 auf 17,8Mrd.€. Das bedeutet einen Anstieg um 1,3% gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat. Während die Erlöse mit inländischen Kunden im Februar um 5,8% anzogen, gab das Geschäft mit ausländischen Partnern um 2,4% nach. Dabei standen sich ein Plus mit der Eurozone von 1,2% und ein Minus mit Drittländern von 4,5% gegenüber.

Im kumulierten Zeitraum von Januar bis Februar dieses Jahres summierten sich die aggregierten Branchenerlöse auf 34,8Mrd.€. Sie lagen damit kaum höher als im Vorjahr (+0,4%). Der Inlandsumsatz erhöhte sich um 4,2% auf 16,8Mrd.€, der gesamte Auslandsumsatz fiel um 2,7% auf 18,0Mrd.€ (Euroraum: -0,7% auf 6,7Mrd.€, Drittländer: -3,9% auf 11,4Mrd.€).

“Trotz des Iran-Kriegs ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im März leicht gestiegen. Das lag vor allem an einer besseren Beurteilung der aktuellen Lage als noch im Februar. Die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen dagegen leicht zurück”, analysiert Gontermann.

24% der heimischen Elektrofirmen haben ihre wirtschaftliche Situation im März als gut beschrieben. 54% befanden sie für stabil, 22% für schlecht. 19% der Branchenunternehmen schauen optimistisch auf die nächsten sechs Monate. 67% gehen hier von gleichbleibenden und 14% von nachlassenden Geschäften aus.