
Der Maschinenbau investiert stark in Forschung, wird aber durch kleinteilige Förderbürokratie ausgebremst. Ein VDMA-Positionspapier zeigt Wege auf, wie die Förderung optimiert werden kann. Bei kleinen Unternehmen können sich die Bürokratiekosten auf mehr als 6% des Umsatzes belaufen. Dies ist mehr als die durchschnittlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die bei 4,3% liegen. Damit bindet Bürokratie, die auch aus Förderprogrammen resultiert, jene Ressourcen, die für Innovation und Transfer gebraucht werden. Vor diesem Hintergrund hat sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag und in der Hightech Agenda Deutschland das Ziel gesetzt, Forschung von kleinteiliger Förderbürokratie zu entlasten. Abhilfe soll ein Innovationsfreiheitsgesetz schaffen.
„Die Zielrichtung für das Innovationsfreiheitsgesetz muss sein: Mehr Forschung und Innovation für jeden Euro Fördergeld“, sagt Hartmut Rauen (Bild), stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer anlässlich der Veröffentlichung des Positionspapiers. „Die Forschungsförderung braucht weniger Bürokratie und mehr Tempo.“ Hohe Projektnebenkosten, aufwändige Antrags- und Nachweisverfahren und uneinheitliche Vorgaben senken die reale Förderwirkung. „Der Verwaltungsaufwand bindet hochqualifizierte Fachkräfte, die stattdessen produktiv für Forschung eingesetzt werden könnten“, so Rauen. Verbesserungen liegen z.B. in kürzeren Antragsskizzen, durchgängig digitalen Prozessen und bürokratiearmen Pauschalen, etwa bei Stundenabrechnungen und Gemeinkosten.


















