Bild 4 | Twincat und das Twincat Interface for Labview ermöglichen eine automatische Anpassung des Prüfstands an die unterschiedlichen Leistungsmodule, z.B. die Umschaltung des Messbereichs von 5 auf 2,5V DC mit 24 Bit Auflösung oder die Konfiguration von Gatespannungen und Prüfströmen.
Bild 4 | Twincat und das Twincat Interface for Labview ermöglichen eine automatische Anpassung des Prüfstands an die unterschiedlichen Leistungsmodule, z.B. die Umschaltung des Messbereichs von 5 auf 2,5V DC mit 24 Bit Auflösung oder die Konfiguration von Gatespannungen und Prüfströmen.Bild: Infineon Technologies AG

Gesamtes Prüflabor profitiert

Im Vergleich zu früher gewinnt Infineon je Test rund eine Stunde Rüstzeit, bei einer deutlich höheren Genauigkeit und Verlässlichkeit der Messergebnisse. Die Automatisierung ermöglicht es, die Tests nun auch nachts ohne Aufsicht zu fahren. „Jetzt schaffen wir zwei Durchläufe an einem Tag“, so Martin Roeckerath. Durch das mit Twincat und über TCP/IP gesteuerte Öffnen der Ofenklappen kühlt der Ofen zudem schneller ab. Daher kann der Operator früher mit den Vorbereitungen für den nächsten Test beginnen. Der höhere Durchsatz zeigt sich nicht nur in einer deutlich gestiegenen Overall Equipment Efficiency (OEE); das Prüflabor kann die teils engen Zeitvorgaben der Entwicklungsabteilungen, für die das Prüflabor als Dienstleister agiert, besser einhalten. Trotzdem geben sich Martin Seidelmann und Martin Roeckerath mit dem Erreichten nicht zufrieden und arbeiten bereits an der weiteren Effektivitätssteigerung: Im nächsten Schritt ist geplant, die Temperaturkennlinien nicht mehr manuell an den Powercycle-Prüfständen abzurufen, sondern über die IDs der Module automatisch aus der zentralen Datenbank abzurufen. „Daraus resultiert eine weitere Steigerung der OEE“, so Martin Seidelmann. Nach den positiven Erfahrungen mit PC-based Control werden aktuell zwei weitere Anlagen für jeweils 24 Module projektiert, von der eine am Fertigungsstandort in Ungarn aufgebaut wird.

Seiten: 1 2