Übergang zu klimaschonenden SF6-freien Schaltanlagen
VDE FNN forciert den klimaschonenden Stromtransport und empfiehlt einen differenzierten Übergang zu SF6-freien Technologien in elektrischen Betriebsmitteln
VDE FNN forciert den klimaschonenden Stromtransport und empfiehlt einen differenzierten Übergang zu SF6-freien Technologien in elektrischen BetriebsmittelnBild: VDE FNN

Die Stromerzeugung trägt mit erneuerbaren Energien zunehmend dazu bei, dass Deutschland und die Europäische Union 2050 klimaneutral werden können. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE FNN) unterstützt diesen Weg und forciert auch die klimaschonende Übertragung und Verteilung von Strom. Dazu empfiehlt VDE FNN, schrittweise Schwefelhexafluorid-freie Technologien in Schaltanlagen und Transformatorenstationen einzuführen. Abhängig von Anwendung und Spannungsebene werden Übergangszeiten vorgeschlagen. Die von VDE FNN erarbeitete und gemeinsam von den vertretenen Herstellern und Anwendern von gasisolierten elektrischen Betriebsmitteln abgestimmte Empfehlung unterstützt die Europäische Kommission bei der Novellierung der F-Gas-Verordnung. Die EU-Kommission plant, F-Gase mit hohem Treibhauspotenzial wie Schwefelhexafluorid (SF6) schrittweise durch klimaschonende Alternativen zu ersetzen. Die neue Verordnung wird bis Ende 2022 erwartet. Sofern die neue europäischen Verordnung ab 2023 in Kraft tritt, sind erhebliche Herausforderungen bei der Einführung der Alternativen zu erwarten. Zusammen mit Herstellern und Anwendern schlägt VDE FNN darum differenzierte und praxisgerechte Übergangsfristen vor. Heike Kerber, Geschäftsführerin von VDE FNN, erklärt: „Ziel ist es, die Übergangszeiten auf ein Minimum zu begrenzen. SF6-freie Alternativen sollen in allen neuen Betriebsmitteln mit Isoliergas in fünf bis neun Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung eingeführt werden.“

VDE Verband der Elektrotechnik

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