Das Wago I/O-System
Vielseitig einsetzbar
Im Zuge der Digitalisierung zeichnen sich Schaltschränke durch immer kompaktere Bauweisen aus. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von individuell erweiterbaren Komponenten möglich, die in die Schaltschränke integriert werden. Einen wichtigen Bestandteil stellen dabei modulare und offene I/O-Systeme für die platzsparende, individuelle und flexible Steuerungstechnik dar. Die I/O-Module vereinen die klassische Reihenklemme mit den Vorteilen der Feldbustechnik: Sie erfassen alle relevanten Prozessdaten aus den Produktionsanlagen, speichern diese in digitaler Form, werten sie aus und stellen sie übergeordneten Systemen zur Verfügung.
Bild: Wago GmbH & Co. KG

Mit mehr als 500 verschiedenen Modulen bietet das Wago I/O-System 750 für nahezu alle Anwendungen im Schaltschrank höchste Vielseitigkeit und Flexibilität. Das System kann Daten in nahezu allen Formaten aufnehmen und digitalisieren, sogar aus dem explosionsgefährdeten Bereich oder sicherheitsgerichteten Anlagenteilen. Deshalb ist es branchenübergreifend einsetzbar – vom Industrie- und Maschinenbau über die Energieerzeugung und -verteilung bis hin zur Gebäude-, Prozess- und Schiffs- bzw. On-/Offshore-Automation. Für extreme Umgebungsbedingungen gibt es Extra-Lösungen, wie zum Beispiel das dunkelgraue I/O-System 750 XTR für den rollenden Schienenverkehr mit besonderen Anforderungen an die Umgebungstemperatur (-40 bis +70 Grad) oder die Energiebranche mit erhöhten Anforderungen an die Spannungsfestigkeit und Störsicherheit.

Schnittstellenmeister

Das Wago I/O-System 750 unterstützt Schnittstellen und Protokolle zur weltweiten Vernetzung und bietet dabei eine maximale Feldbusunabhängigkeit: Der Anwender legt fest, in welchem offenen standardisierten Feldbusformat seine Steuerung oder sein übergeordnetes Leitsystem die Daten haben möchte – dabei ist es egal, ob es sich um Profibus, Profinet, Ethernet oder andere standardisierte Formate handelt. Selbst für branchenspezifische Lösungen gibt es die passenden Feldbusmodule. Darüber hinaus bietet Wago für die untergelagerte Ebene der Sensorik und Aktorik die entsprechenden Gateways an, um auch spezialisierte Sub-Busse zu unterstützen.

Bild: Wago GmbH & Co. KG

Zeit-, platz- und kostensparend

Ein weiterer Vorteil des I/O-Systems: Durch seine kompakten Abmessungen und seinen modularen Aufbau mit bis zu 16 Kanälen auf 12mm Baubreite ist es auch bei geringen Platzverhältnissen im Schaltschrank einsetzbar. Darüber hinaus bietet es einen geringen Verdrahtungsaufwand, da die Leiter dank der Push-in-Technologie teilweise auch werkzeuglos angebunden werden können. Dies erleichtert die Vorverdrahtung und den eventuellen Modultausch, ohne die Gefahr von Verdrahtungsfehlern. Die bewährte Cage Clamp-Anschlusstechnik sorgt für rüttelsichere, schnelle und wartungsfreie Verbindungen – dies verhindert Arbeitsunterbrechungen, minimiert Stillstandszeiten und reduziert Servicekosten.

Direkte und sichere Datenübertragung in die Cloud

Die Wago Controller verbinden die vielfältigen Möglichkeiten der PFC-Technologie mit dem I/O-System 750. Mit einer einfachen Softwareerweiterung werden die PFC100 und PFC200 zu IoT-Gateways, die Daten aus der Feldebene in die Cloud senden. So können Maschinen-, Anlage- und Gebäudedaten zum Monitoring und zur Analyse in der Cloud verwendet werden – zum Beispiel um standortunabhängig alle relevanten Informationen im Blick zu behalten, Optimierungspotenziale zu erkennen und direkt Veränderungen zu initiieren. Die gesammelten Daten können direkt ausgewertet, grafisch dargestellt und in der Cloud zur Verfügung gestellt werden. In welches Cloud-System die Daten per MQTT gesendet werden, bleibt dabei dem Anwender überlassen – möglich sind zum Beispiel die Wago Cloud, Microsoft Azure, Amazon Web Services, die IBM Cloud oder die SAP-Cloud. Die Datensicherheit steht dabei stets im Vordergrund. Für den Aufbau sicherer HTTPS- und FTPS-Verbindungen sind die Verschlüsselungsmethoden SSH und SSL/TLS standardmäßig bei den Wago Controllern PFC100 und PFC200 integriert. Zusätzlicher Schutz vor unerwünschten Zugriffen wird zudem durch die Nutzung von Firewalls und geschützter VPN-Tunnel sichergestellt.

Von der Cloud per Fernzugriff auf den Schaltschrank

Per Remote Access können die Anwender Fernzugriff auf den Schaltschrank erhalten, ohne etwas am bestehenden Programmcode ändern zu müssen. Die Anbindung der Feldebene erfolgt dabei mit dem Wago I/O-System 750, wobei die Controller der PFC-Familie die Verbindung zur Wago Cloud herstellen. Vorab muss der Controller allerdings in der Cloud angelegt und die Zugangsdaten im Controller parametriert werden. Von der Cloud ist dann ein direkter Zugriff auf das lokale Web-Based-Management (WBM) oder die lokale e!Cockpit-basierte Visualisierung möglich.

www.wago.com

WAGO GmbH & Co. KG
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