Bürokratie und Berichtspflichten belasten die Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie immer stärker. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des ZVEI unter seinen Mitgliedsunternehmen. Eine große Mehrheit (91%) gab an, dass der bürokratische Aufwand heute höher ist als noch vor fünf Jahren. Für die Unternehmen ist dieser Anstieg mit großen Kosten verbunden: Die finanziellen Aufwendungen summieren sich auf mehr als 6Mrd.€. Dies entspricht etwa 3% des Branchenumsatzes bzw. mehr als einem Viertel der Ausgaben für Forschung und Entwicklung. „Unsere Mitglieder kämpfen sich inzwischen im wahrsten Sinne durch ein kostspieliges Regulierungsdickicht“, kritisiert ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel die bisher vergeblichen politischen Bemühungen um einen wirksamen Bürokratieabbau. Er erneuert die Forderung nach einer Effizienzwende, um Unternehmen unter anderem spürbar von bürokratischen Pflichten zu entlasten. „Die nächste Bundesregierung muss wie die EU-Kommission unbedingt gegensteuern, damit die Unternehmen sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und wirtschaftlich wieder Fahrt aufnehmen können.“ Eine Senkung des bürokratischen Aufwands um 25%, wie sie die EU-Kommission nun angekündigt hat, würde allein für die Elektro- und Digitalindustrie finanzielle Mittel von mehr als 1,5Mrd.€ für Investitionen freisetzen, die für Investitionen zur Verfügung stünden.
Bürokratie kostet Elektroindustrie mehr als 6Mrd.€ im Jahr
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