Maschinenbau: Auf Stagnation folgt leichtes Wachstumsplus

Maschinenbau: Auf Stagnation folgt leichtes Wachstumsplus

Allen Schwierigkeiten auf vielen wichtigen Auslandsmärkten zum Trotz rechnen die Maschinenbauer für das kommende Jahr mit einer leichten Belebung ihrer Geschäfte. „Wir setzen auf die Widerstandskraft sowie Anpassungs- und Innovationsfähigkeit unserer Maschinenbauunternehmen“, zeigt sich VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge kämpferisch. „ Unsere Produktionsprognose für 2017 lautet daher: real +1%.“ Für das laufende Jahr bekräftigen die VDMA-Volkswirte ihre Prognose, der zufolge es lediglich zu einem Nullwachstum in der realen Produktion reichen wird. „Angesichts eines schwachen weltwirtschaftlichen Umfeldes und anhaltender politischer Störungen, die unsere Geschäfte spürbar beeinträchtigen, betrachten wir dieses Ergebnis als Erfolg. Aber mehr als die Null ist aktuell einfach nicht drin“, betont Festge.


Nach aktuellen Prognosen wird das Welt-Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 2,7% zulegen – das wäre die niedrigste Rate seit der Finanzkrise 2009. „Das reicht für den Maschinenbau nicht aus, um richtig auf Touren zu kommen, dazu müsste die Wachstumsrate mehr als 3% erreichen“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Insbesondere China fällt als Wachstumsmotor für die Welt in diesem Jahr weitgehend aus, mit teils empfindlichen Folgen nicht nur für den deutschen Maschinenbau. Andere Länder oder Regionen können diese Investitionsschwäche nur unvollständig kompensieren. Hinzu kommen neue Unsicherheiten in wichtigen Absatzmärkten wie Großbritannien oder der Türkei. Folgerichtig ging der Maschinenexport aus Deutschland im Zeitraum Januar bis Juli 2016 um real 3,4% zum Vorjahr zurück. Zuletzt hat sich das Exportklima in der Maschinenbaubranche aber wieder etwas aufgehellt, sodass weitere Rückgänge der Ausfuhren wohl vermieden werden können. Im ersten Halbjahr 2016 konnten die Maschinenbauer in Deutschland ihre reale Produktion sogar leicht um 1,1% steigern. Aufgrund eines schlechten Juli-Wertes (-9,3%) steht für den Sieben-Monats-Zeitraum Januar bis Juli nun ein leichter Rückgang von 0,3% in den Büchern.

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