Herr Michels, was müsste sich Ihrer Ansicht nach im Engineering sofort ändern?

Mehr Fokus auf die Durchgängigkeit der Informationen. Daten sollten entlang des gesamten Prozesses konsistent verfügbar sein – vom ersten Konzept bis in Betrieb und Service. Je intelligenter die Informationen strukturiert sind, desto intelligenter kann auch die Software damit umgehen. Daraus entstehen enorme Potenziale für Automatisierung und Effizienz.

Herr Hennings, Ihr Wunsch für die Zukunft?

Ich würde mir wünschen, dass wir stärker in Funktionen statt in einzelnen Komponenten denken. Heute verbringen Elektrokonstrukteure noch sehr viel Zeit mit Datenblättern, Parametern und technischen Details. Künftig sollte es stärker darum gehen, Funktionen zu definieren und Systeme intelligent zusammenzustellen. Für mich müsste ein Schaltschrank irgendwann so einfach konfigurierbar sein wie ein Lego-System. Wenn uns das gelingt, wird Engineering deutlich effizienter.

Abschließend: Wie sieht Engineering im Jahr 2035 aus?

Michels: Deutlich stärker vernetzt, datengetriebener und automatisierter. Viele Routineaufgaben werden KI-unterstützt oder teilweise automatisiert ablaufen. Gleichzeitig wird die Bedeutung hochwertiger Daten weiter steigen.

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