QR-Code führt zum Fehler und dessen Behebung

Die neue Steuer- und Auslöseeinheit Micrologic Active für den offenen Leistungsschalter Masterpact MTZ bietet Weiterentwicklungen u.a. in Sachen Bedienerfreundlichkeit und Effizienz.
Die neue Steuer- und Auslöseeinheit Micrologic Active für den offenen Leistungsschalter Masterpact MTZ bietet Weiterentwicklungen u.a. in Sachen Bedienerfreundlichkeit und Effizienz.Bild: Schneider Electric GmbH

Die Version MTZ des offenen Leistungsschalters MasterPacT wurde erstmals 2016 auf der Hannover Messe vorgestellt. Bevor wir detaillierter auf die neuen Funktionen eingehen: Was ist im Überblick neu am MasterPacT MTZ in Verbindung mit der Micrologic Active Steuereinheit?

Lara Kröhnke: 2016 war der MTZ der erste offene Leistungsschalter mit einer komplett digitalen Auslöseeinheit. Für manche war es ein kleiner Schock, keine Dreheinstellungen mehr vornehmen zu können, sondern alles digital machen zu müssen. In der Zwischenzeit hat sich in der digitalen Welt viel verändert. Bedienerfreundlichkeit, einfaches, übersichtliches Handling und intuitive Menüführung sind Kriterien, die Bediener nicht nur an ihr Smartphone, sondern auch an hoch technische Produkte anlegen. Dementsprechend waren dies Kernelemente für die Weiterentwicklung der Auslöseeinheit zur Micrologic Active. Zudem gab es über die Jahre hinweg Kunden-Feedback zu unserer bereits existenten Auslöseeinheit Micrologic X. Auch dies ist in die Weiterentwicklung eingeflossen.

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Bild: Schneider Electric GmbH

Was hat sich aus Sicht der Schaltanlagenbauer mit dem Neuprodukt verbessert?

Kröhnke: Die neue Auslöseeinheit ist in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Im oberen Bereich befindet sich ein Display mit Buchstaben in Form hinterleuchteter LEDs, beispielsweise LSIG. Tritt etwa ein Erdschluss auf, leuchtet das G rot auf. Der Bediener oder Servicetechniker hat den Zustand des Schalters also immer im Blick. Ebenfalls neu ist der QR-Code-geführte Fehlerassistent. Dies bedeutet: Im Fehlerfall wird ein QR-Code am Display angezeigt. Diesen kann der Bediener scannen und erhält den Hinweis, welcher Fehler aufgetreten ist und wie dieser behoben werden sollte. Die Anlage kann also viel schneller wieder in Betrieb genommen werden. Zudem wurde die Folientastatur, die Anwender von der Micrologic X kennen und bei der die Tasten nebeneinander angeordnet sind, durch ein Tastenkreuz ersetzt, das deutlich übersichtlicher und intuitiver bedienbar ist und eine bessere Haptik bietet. Im unteren Bereich der Auslöseeinheit befinden sich die Schnelltasten – beispielsweise die Energy Reduction Maintenance Settings-Taste (ERMS) für den erhöhten Personenschutz bei der Wartung unter Spannung. Diese Funktion gab es bei der Micrologic X auch schon, aber nur als digitales Zusatzmodul, das der Anwender bewusst hinzufügen musste.

Gibt es auch Anwendungen, wo Schaltanlagenbetreiber auf andere Auslöse- und Steuereinheiten zurückgreifen sollten?

Kröhnke: Unser Produktportfolio beinhaltet an Steuer- und Auslöseeinheiten die Micrologic X, die neue Micrologic Active sowie die Micrologic Basic. Wer ausschließlich Schutzfunktionen und beispielsweise keinerlei Messung benötigt, ist mit der Auslöseeinheit Basic bestens bedient. Es gibt aber auch Anwendungen, die anspruchsvoller sind, und für die sich die Micrologic X besser eignet. Benötigt man beispielsweise einen Differenzstromschutz, eignet sich hierfür die Variante 7.0. Die Micrologic X bietet digitale Module, mit denen der Anlagenbetreiber in der Lage ist, weitere Funktionen hinzuzufügen, wenn der offene Leistungsschalter bereits in Betrieb ist – also eine sehr hohe Skalierbarkeit.

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