
Wandler für die halbindirekte und indirekte Messung komfortabel und sicher anzuschließen, ist schon seit jeher ein Thema für die Zähler- und Schutztechnik. Aufgrund der Stromwandler, die immer niederohmig belastet sein müssen, richtet sich ein großes Augenmerk auf die Kurzschlussfunktion. Hier gibt es vom Kurzschlussstecker über gesteckte Kurzschlussbrücken bis hin zu unverlierbaren Kurzschlussschaltbrücken zahlreiche Optionen. All diese Lösungen haben gemeinsam, dass der Kurzschluss des Wandlers und die Auftrennung des Messkreises zwei getrennte Schritte im Arbeitsablauf sind. Zwei getrennte Schritte, die in ihrer Abfolge immer genau berücksichtigt werden müssen. Erst kurzschließen, dann auftrennen. Wer eine erhöhte Sicherheit in der Schaltfolge will, der muss auf Klemmen zurückgreifen, in denen die Kurzschlussschaltbrücke den Trennschieber mechanisch verriegelt. Solche Klemmen vertreibt Phoenix Contact schon seit Jahrzehnten, z.B. in Form der URTK/S oder URTK/SP.

Kurzschließen und Trennen in einer Bewegung
Die Verbesserung dieser Schaltreihenfolge geht Phoenix Contact mit einer neuen Generation Wandlertrennklemmen an: XTVMEA 6. Die neue Klemme fasst die zwei getrennten Bewegungen „kurzschließen“ und „auftrennen“ in einer Bewegung zusammen und bringt sie automatisch in eine Reihenfolge. Der Zusammenhang von Kurzschluss und Trennung ist in einer Zwangsschaltfolge verknüpft. Das schließt Fehler in der Schaltfolge aus. Damit der Kurzschluss auch an den Wandleranschlüssen S1 und S2 zeitgleich umgesetzt wird, ist eine Kopplung der Trennhebel benachbarter Klemmen notwendig. Diese kann über das Zubehörbauteil C-MEA in zwei-, drei- oder vierpolig erfolgen. Das passende Koppelelement wird einfach von oben in den Trennhebel gesteckt und verrastet dort sicher. Der jeweils erste Pol kann zu Mess- und Kontrollzwecken mit einem Hebel, ähnlich einem Gartentorriegel, entkoppelt und somit separat zum Einschleifen eines Strom-Messgerätes geöffnet werden.
Push-X-Direktsteck-Technik
In Punkto Anschlusstechnik hält die XTVMEA 6 Wandlertrennklemme eine weitere Besonderheit bereit. Durch die neue Push-X-Anschlusstechnik können alle Leiterarten nach dem Abisolieren ohne weitere Vorbehandlung einfach direkt eingesteckt werden. Sobald der Leiter die Federverriegelung auf dem Klemmenboden berührt, löst die Kontaktfeder wie eine Mausefalle aus und schnappt zu. Die sichere Kontaktierung des Leiters wird durch ein hörbares Klick und das Hochschnellen des Betätigungsdrückers auch optisch angezeigt. So lassen sich Schaltschränke später bei der Endabnahme einfach optisch auf korrekte Verdrahtung hin kontrollieren, ohne an dem einzelnen Leiter per Hand nochmals ziehen zu müssen.

Großflächige Markierung der Anschlüsse
Ein weiterer Vorteil dieser Push-X-Anschlusstechnik ist die seitliche Leitereinführung. Diese erlaubt es, über der Kontaktkammer eine großflächige Beschriftungsmöglichkeit zu platzieren. Das ermöglicht eine hohe Sicherheit bei der Verdrahtung oder später, im Fall der Schutzprüfung, beim Schalten immer den richtigen Klemmpunkt zu identifizieren. Zusätzlich sind die Schalter in der Klemmenmitte ebenfalls mit einer Markierungsmöglichkeit ausgestattet. Zum besseren Verständnis ist der Trennhebel auf der eingeschalteten Stellung mit I bedruckt und auf der ausgeschalteten mit 0. Prüfbuchsen und Steckbrücken zum Erzeugen eines Sternpunkts können aus dem bekannten Clipline Complete-Zubehör aller Phoenix Contact-Reihenklemmen verwendet werden. Die XTVMEA 6 ist voll kompatibel.


















