Maschinengestelle ersetzen traditionellen Schaltschrank

Maschinengestelle ersetzen
traditionellen Schaltschrank

Der Standard-Schaltschrank, wie wir ihn seit Jahrzehnten kennen, hat in vielen Anwendungen keine große Zukunft mehr. Das ist nicht verwunderlich, da er dafür konzipiert wurde, dass Maschinen oder Gebäude erste Steuerungen bekommen konnten. Heute findet man dagegen Steuerungen überall, selbst in Kleidung. Moderne Maschinen verfügen dementsprechend über einen sehr hohen Anteil an Elektronik. Gleichzeitig sinkt der Platzbedarf rapide. Das alles hat zur Folge, dass klassische Schaltschranklösungen in den Hintergrund treten.

 Der Maschinenbauer ficonTEC Service suchte für seine Zwecke eine Lösung, die hohe Stabilität und Belastbarkeit bietet. (Bild: Häwa GmbH)

Der Maschinenbauer ficonTEC Service suchte für seine Zwecke eine Lösung, die hohe Stabilität und Belastbarkeit bietet. (Bild: Häwa GmbH)


Mit einer durchgängigen Bustechnik ist auch die letzte Hürde für die Dezentralisierung von Systemen gefallen. Das Relikt Serienschaltschrank wird sich daher ebenfalls wandeln. Natürlich bleibt die Kernaufgabe des Schaltschranks bestehen: Elektrische und andere Komponenten sicher zu beherbergen. Statt eines großen Schrankes benötigen die Maschinendesigner jedoch heute viele dezentrale Möglichkeiten in den Nischen ihrer Maschine. Daher werden Konzepte wie die automatisierte Fertigung von Kundenstandards sowie integrierte Konzepte wie z.B. die modularen X-frame Maschinengestelle von häwa, die Rahmengestelle mit den Kernaufgaben des klassischen Schaltschranks verbinden, in Zukunft immer wichtiger werden. Der Wandel hat bereits begonnen. Das X-frame-System ist ein modulares Rahmengestell, das einem variablen Baukastensystem entstammt. Es basiert auf einem Plattformkonzept – ähnlich wie man dies aus der Automobilindustrie kennt. Die Maschinengestelle werden genau auf die jeweiligen Anforderungen des Kunden angepasst, um ihm ein optimiertes Gestell anbieten zu können. Sämtliche Standardteile, die zum Aufbau der Maschinengestelle erforderlich sind, lassen sich auf vielfältige Weise kombinieren. Das bedeutet, dass jegliche Nachrüstungen und Anpassungen der Steuerungstechnik einfach und schnell durchzuführen sind. Das Maschinengestell ist somit ein hoch flexibler Rahmen, der mit den Anforderungen des Systems wächst.
 Die guten kundenspezifischen Gestaltungsmöglichkeiten der Gestelle im Hinblick auf ein 'einheitliches Gesicht' waren beim Maschinenbauer NMH dieser Elektropresse für Zylinderköpfe gefragt. (Bild: Häwa GmbH)

Die guten kundenspezifischen Gestaltungsmöglichkeiten der Gestelle im Hinblick auf ein ‚einheitliches Gesicht‘ waren beim Maschinenbauer NMH dieser Elektropresse für Zylinderköpfe gefragt. (Bild: Häwa GmbH)

Gestelle aus Stahl und Edelstahl

Die Maschinengestelle fertigt der Anbieter aus Stahl oder Edelstahl. Durch große Streben-Querschnitte wird eine hohe Steifigkeit erreicht. Für Zellen ab 1,5t verwendet häwa Pro-X-Streben aus 3-mm-Stahlblech. An den Verbindungsstellen der Streben sind Aussparungen angebracht, die ein einfaches Durchführen von Kabeln zur jeweiligen Nachbarstrebe ermöglichen. Kabel und Bauteile lassen sich innerhalb kurzer Zeit montieren. Kundenservice, Reparaturen und Erweiterungen sind problemlos möglich. Kabel lassen sich auch nachträglich einfach und schnell verlegen oder ändern. Jede Strebe ist zudem mit einer eigenen Tür ausgestattet, die sich nach außen öffnen lässt und jederzeit einen freien Zugang zu den integrierten Bauteilen und Kabeln ermöglicht. Auch eine Nachrüstung mit elektrischen oder pneumatischen Baugruppen ist damit leicht möglich.

Vielfältige Einsatzgebiete

X-frame findet seine Einsatzgebiete mittlerweile im ganzen Maschinenbau: Montagezellen, Maschinen für die Lebensmittelindustrie, Verpackungsmaschinen, Prüfzellen, Schweißzellen, Laserzellen, Roboter- und Tripod-Gestelle, Rundtakter und Fertigungslinien für die verschiedensten Anwendungen. Jede dieser Applikationen stellt dabei andere Anforderungen an die Maschinengestelle. Im Bereich der Prozessmaschinen und Roboteranwendungen haben die kundenspezifischen Maschinengestelle den Vorteil, dass sie mit ihren Anforderungen wachsen. Sie sind flexibel einsetzbar und lassen sich während der Konzeptionsphase an alle Notwendigkeiten anpassen. Deshalb sind sie eine geeignete Lösung für den Einsatz an der weltweit ersten High-Tech-Serviettenfaltanlage Rofobox. Gerade weil die Rofobox verhältnismäßig groß ausfällt, macht der Aufbau mit dem X-frame Rahmen Sinn. Während geschweißte Modelle abhängig von den Bedingungen am Einsatzort oft zu unflexibel (z.B. bei zu engen Türen ist der Transport zum Aufstellort schwierig) und zu schwer sind, lassen sich die modularen Rahmenteile in nahezu allen Umgebungen problemlos platzieren. Der modulare Aufbau von X-frame macht es möglich, dass die Serviettenfaltanlagen nicht nur im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie in Wäschereien zum Einsatz kommen, sondern auch in anspruchsvollen Umgebungen wie etwa auf Kreuzfahrtschiffen.

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www.haewa.de

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