In drei Schritten zur Schaltanlage
Einfacher und schneller
Schaltanlagenbauer stehen permanent unter Druck. Der Grund: Kunden drängen oft darauf, Projekte in immer kürzerer Zeit umzusetzen. Dieser Zeitdruck fängt schon in der Angebotsphase an. Mit der weiterentwickelten Planungssoftware Rittal Power Engineering greift Rittal jetzt dem Anlagenbau unter die Arme, um Schaltanlagen einfacher und damit schneller zu planen.
Bild 1 | Sicher und bauartgeprüft: VX25 Ri4Power Niederspannungsschaltanlage für Maschinen, Anlagen und Energieverteilung
Bild 1 | Sicher und bauartgeprüft: VX25 Ri4Power Niederspannungsschaltanlage für Maschinen, Anlagen und EnergieverteilungBild: Rittal GmbH & Co. KG

Egal ob Hochofen oder Papierfabrik – in praktisch jeder Anlage ist die Infrastruktur zur Versorgung mit elektrischer Energie ein wichtiger Bestandteil. Schaltanlagenbauer planen hierzu Niederspannungsschaltanlagen auf Basis der Anforderungen des Projekts, fertigen diese in den eigenen Werkstätten und nehmen sie vor Ort in Betrieb. In vielen Fällen müssen die Angebote für solche Projekte in sehr kurzer Zeit abgegeben werden. Kalkulationsgrundlage ist dabei die Planung der Schaltanlage, und hierbei leistet Rittal mit der Planungssoftware Power Engineering und dem Baukastensystem VX25 Ri4Power Unterstützung.

Schritt 1: Grobplanung und Richtpreisfindung

Bild 2 | Mit Power Engineering bietet Rittal dem Schaltanlagenbauer ein optimiertes Tool, mit dem sich Schaltanlagen einfach konfigurieren, detailliert planen und schnell bestellen lassen.
bestellen lassen.
Bild 2 | Mit Power Engineering bietet Rittal dem Schaltanlagenbauer ein optimiertes Tool, mit dem sich Schaltanlagen einfach konfigurieren, detailliert planen und schnell bestellen lassen. bestellen lassen.Bild: Rittal GmbH & Co. KG

Um die Software besser auf die Bedürfnisse der Kunden im Schaltanlagenbau anzupassen, hat Rittal typische Szenarien beim Ablauf von Projekten in der Branche untersucht. Eine wichtige Erkenntnis dieser Analysen: Schaltanlagenbauer müssen auf Basis technischer Rahmenbedingungen im ersten Schritt zunächst eine Planung durchführen und darauf aufbauend eine Kalkulation erstellen. Erst wenn der Kunde den Auftrag erteilt hat, beginnen im zweiten Schritt Detailplanung, Bestellung aller benötigten Komponenten sowie die Fertigung. Die verschiedenen Schritte werden – so eine weitere Erkenntnis der Analysen – häufig von unterschiedlichen Mitarbeitern durchgeführt. Während im ersten Schritt überwiegend der technische Einkauf involviert ist, wird der zweite Schritt von Elektroplanern durchgeführt. Um den unterschiedlichen Nutzergruppen gerecht zu werden, sind in Rittal Power Engineering für VX25 Ri4Power verschiedene Modi möglich, die für die jeweiligen Anwender optimal gestaltet sind. Die Möglichkeiten im Standardmodus sind so konzipiert, dass der Anwender nach der Eingabe von wenigen Rahmenparametern, wie zum Beispiel dem Bemessungsstrom und dem zur Verfügung stehenden Raum, durch die Konfiguration geführt wird. Er wählt mit einfachen Pulldown-Menüs und Combo-Boxen die benötigten Felder aus, und die Software erstellt daraus die passende Ri4Power-Schaltanlage sowie ein Angebot. Der Usability und der intuitiven Bedienung des Tools kommt dabei eine große Bedeutung zu. Mit wenigen Mausklicks erhält der Anwender so schnell ein Ergebnis, das als Basis für die Richtpreisfindung in der Kalkulation dient.

Schritt 2: Detailplanung im Expertenmodus

Will der Schaltanlagenbauer, nachdem der Kunde den Auftrag erteilt hat, die Schaltanlage in der endgültigen Ausführung planen, steht der Expertenmodus von Rittal Power Engineering zur Verfügung. Hier legt der Elektroplaner dann alle weiteren Details wie Formunterteilungen, Position der Sammelschienen usw. fest. Die Software führt dabei gleichzeitig Prüfungen durch, die verhindern, dass Fehler bei der Konfiguration entstehen. Typisches Beispiel: Es wird eine Warnung angezeigt, wenn die Summe der Bemessungsströme der Abgänge größer ist als der Gesamtbemessungsstrom der Anlage. Die gesamte Ri4Power-Schaltanlage wird während der Konfiguration stets in einem separaten Fenster als 3D-Modell dargestellt – der digitale Zwilling entsteht so schon während der Konfiguration. Hat der Anwender die Konfiguration abgeschlossen, können sämtliche Daten heruntergeladen werden. Neben einer Stückliste sind dies auch CAD-Daten in verschiedenen Formaten sowie Montageanleitungen. Bestandteil der CAD-Daten ist außerdem eine Draufsicht der Gesamtanlage. Diese ist vor allem für die Platzplanung am Ort der Aufstellung hilfreich. Besonders wichtig für die Schaltanlagenbauer: Der Bauartnachweis, in dem bestätigt wird, dass die Anlage gemäß der Norm IEC 61439 typgeprüft ist, wird in der Software ebenfalls mit erstellt und kann direkt heruntergeladen werden.

Bild 3 | Mit Power Engineering bietet Rittal dem Schaltanlagenbauer ein optimiertes Tool, mit dem sich Schaltanlagen einfach konfigurieren, detailliert planen und schnell bestellen lassen.
Bild 3 | Mit Power Engineering bietet Rittal dem Schaltanlagenbauer ein optimiertes Tool, mit dem sich Schaltanlagen einfach konfigurieren, detailliert planen und schnell bestellen lassen.Bild: Rittal GmbH & Co. KG

Schritt 3: Bestellung auf Knopfdruck

Im dritten und letzten Schritt kann die Ri4Power-Schaltanlage direkt aus der Planungssoftware heraus bestellt werden. Für registrierte Nutzer ist eine Anbindung an den Rittal Webshop enthalten. Auf diese Weise werden sämtliche Komponenten für die fertige Schaltanlage mit einem Klick in den Warenkorb des Shops übertragen und können sofort bestellt werden. Durch die kurzen Lieferfristen von Rittal Systemkomponenten kann daher nur wenige Tage nach der Konfiguration in Power Engineering mit der Fertigung der Anlage in der Werkstatt begonnen werden. Auch Kunden, die den Webshop nicht verwenden, können auf kurzfristige Lieferung vertrauen. Über einen Button in Power Engineering kann eine Angebotsanfrage an Rittal übermittelt werden. Die Planungssoftware ist als Cloud-Lösung weltweit online verfügbar – eine Registrierung ist dafür nicht notwendig. Installationen und eventuell notwendige Updates auf einer lokalen IT-Infrastruktur können so entfallen. Der Anwender kann sich sicher sein, stets mit sämtlichen aktuellen Daten zu arbeiten. Das Tool ist aktuell in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch verfügbar, weitere Sprachen werden folgen. Ziel der Weiterentwicklung zu der jetzigen cloudbasierten Lösung war es, den Schaltanlagenbauern eine Effizienzsteigerung zu ermöglichen, die von der Kalkulation bis zur Fertigung Vorteile bietet.

www.rittal.com

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