Individuell und in Echtzeit

Kunden können individuelle Lösungen direkt im Konfigurator erstellen.
Kunden können individuelle Lösungen direkt im Konfigurator erstellen.Bild: Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Auch bei Stückzahl 1 lassen sich die Potenziale einer vollständig durchgängigen Prozesskette im Engineering und der Produktion ausschöpfen. Mit seiner fortschrittlichen Prozessarchitektur kann Phoenix Contact auch kleine Losgrößen individueller Produkte schnell und bedarfsgerecht liefern.

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Echtzeitverfügbarkeit von Daten und Informationen – auch bei individueller Konfiguration und Stückzahl 1

Viele Anwender wünschen sich flexible, bedarfsorientierte und individuelle Lösungen in Stückzahl 1 bei gleichzeitiger schneller Reaktionsfähigkeit und geringen Kosten. Dies schafft ein Spannungsfeld für Hersteller, diese Bedarfe effizient zu bedienen. Diese Herausforderungen werden im klassischen Projektgeschäft durch hohe Projektvolumina und -Laufzeiten ausgeglichen. Individuelle Kundenlösungen in Stückzahl 1 im Schaltschrankbau bedingen durch die kleinen Projektumfänge und -Durchlaufzeiten jedoch signifikante Herausforderungen für Hersteller. Gleichzeitig steigt der Bedarf stetig an, technische und kaufmännische Artikelinformationen wie Einkaufskonditionen oder Engineering Daten sofort verfügbar zu haben.

Bild 4 | Die Konfiguratoren sind für verschiedenste Produkt- und 
Anwendungsbereiche verfügbar.
Bild 4 | Die Konfiguratoren sind für verschiedenste Produkt- und Anwendungsbereiche verfügbar.Bild: Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Kleine Mengen digital konfigurieren und durchgängig fertigen

Die Konfiguratoren von Phoenix Contact ermöglichen es, mit geringem Aufwand in Echtzeit kundenindividuelle Lösungen zu konfigurieren und zu bestellen. Die Bereitstellung digitaler Assets wie Datenblätter, Zeichnungen und CAD-Daten erfolgt hierbei sofort auf der Website. Grundlage ist das Digital Process Framework – ein ganzheitlicher Ansatz zur Orchestrierung und Automatisierung der Prozesse von der Konfiguration über die Artikelanlage, Preisauskunft bis hin zur Datenbereitstellung. In einem ersten Schritt erfolgt die Konfiguration durch den Kunden. Die Nutzung des Konfigurators setzt hierbei keinerlei Installation auf dem Endgerät des Kunden voraus, sondern ist direkt auf der Website verfügbar. Dabei wird der Anwender durch einen Auswahlprozess geführt, um das Artikelspektrum auf die Anforderungen einzugrenzen. Die Konfiguration erfolgt intuitiv innerhalb einer 3D-Konfiguration. Eine automatische mitlaufende Fehlerkorrektur sorgt für die Korrektheit und Kompatibilität der Konfiguration. Beim Abschluss der Konfiguration steht direkt ein umfassendes Datenblatt inkl. Produktbildern und Zeichnungen sowie Engineering Daten in diversen CAD-Formaten zum Download bereit. Die Lösungs-ID ermöglicht ein erneutes Laden und Bearbeiten der Lösung über die Suchfunktion der Homepage. Ist der Kunde registriert und eingeloggt, steht die volle Funktionalität der Bestellstrecke zur Verfügung: Über den Warenkorb-Button kann der Bestellprozess direkt ausgelöst werden. Im klassischen Projektgeschäft mit kundenindividuellen Lösungen steht hier ein abteilungsübergreifender, nicht selten bestenfalls teil-automatisierter Artikelanlage- und Preisfindungsprozess. Häufig ist dieser durch verschiedene Beteiligte diverser Unternehmensbereiche und verhältnismäßig lange Durchlaufzeiten charakterisiert. Im Fall des Online-Konfigurators löst der Klick auf den Warenkorb-Button eine automatisierte Artikelanlage aus. In Echtzeit wird dem Kunden die neu angelegte Artikelnummer angezeigt. Ein Wechsel in den Warenkorb liefert – ebenfalls in Echtzeit – individuelle Verfügbarkeits- und Preisinformationen. Artikeldetails sind direkt unter der neu angelegten Artikelnummer im Webshop verfügbar. Dem einfachen Klick auf den Warenkorb-Button liegt ein komplex orchestrierter Prozess zu Grunde: Artikeldaten werden aus der Konfigurationsoberfläche direkt in Back-end-Systeme übernommen, Materialstammdatensätze im ERP-System angelegt sowie fertigungsrelevante Dokumente im PLM-System gespeichert. Die Prozesskette ist nahtlos: Die Dokumente sind nicht nur direkt für den Kunden zum Download verfügbar, sondern werden in den Produktionsablauf integriert und dienen zur automatisierten Fertigung und Qualitätsüberprüfung des individuell gefertigten Artikels.

Bild 3 | Beispiel einer individuell konfigurierten Fix-Block-Lösung.
Bild 3 | Beispiel einer individuell konfigurierten Fix-Block-Lösung.Bild: Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Potenziale des modularen Fix-Block-Systems durch Konfiguration erschließen

Mit dem Fix-Block-System von Phoenix Contact lassen sich die individuellen Anforderungen im Bereich der Energieverteilung hervorragend lösen. Das modulare System bietet in Bezug auf Baugröße, Vielseitigkeit, Bedienbarkeit und Montageart ein breites Spektrum von Möglichkeiten. Das System besteht aus einzelnen Scheiben, sogenannten Monoblöcken sowie aus Verteilerblöcken mit bis zu 18 Anschlüssen, wahlweise mit zusätzlichem Einspeisekontakt. Weiterhin im Portfolio enthalten sind Verteilerblöcke mit Trennfunktion, mit Sicherungselementen und mit Steckvorrichtung zur Aufnahme von bedrahteten Bauteilen. Für eine platzsparende Leiterzuführung sind die Blöcke sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Anschlussrichtung erhältlich. Kompakte Geräteklemmenblöcke mit bis zu fünf getrennten Potentialen runden das Portfolio ab. Sowohl Monoblöcke als auch Verteilerblöcke stehen in elf verschiedenen Farben und Leiteranschlussquerschnitten von 0,14 bis 16mm² zur Verfügung. Das Fix-Block-System ermöglicht eine völlig freie Wahl der Montage: Die Elemente können sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Ausrichtung auf den Tragschienen NS 15 und NS 35 befestigt werden. Weitere Befestigungsmöglichkeiten sind die Direktmontage mittels Schraubflansch oder Rastzapfen, direktes Aufkleben oder die fliegende Installation. Die unterschiedlichen Fix-Blöcke lassen sich sehr einfach mechanisch zu einem kompakten Block miteinander verbinden. Eine elektrische Brückung ist mit dem Standard-Brückenmaterial aus der Produktlinie Clipline Complete möglich. All diese Produkteigenschaften lassen sich über den Fix-Block-Konfigurator mit wenigen Klicks zu einer individuellen Lösung kombinieren. Mit dem Konfigurator kann bereits die passgenaue Beschriftung des Fix-Blocks erstellt werden. Diese wird dann werkseitig aufgebracht. Nach Abschluss der Konfiguration stehen die Artikelinformationen und Daten nicht nur direkt zur Verfügung: Der Konfigurator lässt sich auch nahtlos aus der Engineering-Software Clip X Engineer aufrufen. Ein erzeugter Artikel kann dann direkt und ohne Brüche in der Prozesskette in den Engineering-Prozess eingebunden werden. Die Vorteile einer solchen Lösung: Bislang mussten einzelne Komponenten mit separaten Artikelnummern bestellt werden, die dann in der Regel auch lagertechnisch vorgehalten und vor Ort zusammengebaut wurden. Jetzt kann mit einer einzigen Materialnummer eine komplette Lösung geordert und ohne weiteren Montageaufwand umgehend eingebaut werden. Angefangen vom vereinfachten Bestellprozess über die Lagerhaltung, Einbau und sofortige Inbetriebnahme spart dies neben dem Faktor Zeit auch nicht unerhebliche Kosten.

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