
Herr Seiler, das vergangene Jahr war nicht einfach. Wie beurteilen Sie die Chancen für die Zukunft?
Dirk Seiler: Wir müssen wieder ins „machen“ kommen. Gestaltung und Unternehmertum leben von Ehrgeiz, Leidenschaft, Risikobereitschaft und Zuversicht. Wer kein positives Bild der eigenen Zukunft hat und keine Vorstellung von Wachstum und Verbesserung entwickelt, wird sich auch nicht auf den Weg zu neuen Lösungen machen.

Also tun statt jammern?
Mit Blick auf unsere Branche bin ich überzeugt: Deutschland kann mehr. Technisch und systemisch sind die Trends, die unsere Branche seit Jahren prägen, weiterhin ungebrochen. Digitalisierung und Elektrifizierung setzen sich flächendeckend durch – und wir liefern dafür die Lösungen. Wir müssen den Blick nach vorne richten und unsere Zukunft aktiv gestalten. Und dazu gehört die klare Erkenntnis: Die Zukunft ist elektrisch. Wir sind bereit für den jetzt beginnenden Superzyklus der Elektroenergie.
Wie soll das geschehen?
Damit das gelingt, müssen wir eine gewisse Trägheit überwinden – nicht nur in der Bürokratie, sondern vor allem in der Haltung. Wir sind erfolgsverwöhnt und kannten über viele Jahre hinweg nur den Weg nach oben. Wenn wir auf den Wachstumspfad zurückkehren wollen, müssen wir uns als Wirtschaft, aber auch als Gesellschaft ehrlich in die Augen schauen und notwendige Veränderungen anstoßen. Jetzt gilt es, die Ärmel hochkrempeln und machen.


















