Fünf Lösungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Bild 1 | Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen wie Leistungsschaltern oder Schmelzsicherungen reagiert der E-Starter Simatic ET 200SP von Siemens bis zu 1.000-mal schneller auf Kurzschlüsse.
Bild 1 | Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen wie Leistungsschaltern oder Schmelzsicherungen reagiert der E-Starter Simatic ET 200SP von Siemens bis zu 1.000-mal schneller auf Kurzschlüsse.Bild: Siemens AG

Siemens präsentiert mit dem Simatic ET 200SP E-Starter seinen ersten vollelektronischen Motorstarter mit Halbleitertechnologie. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen wie Leistungsschaltern oder Schmelzsicherungen reagiert der E-Starter bis zu 1.000-mal schneller auf Kurzschlüsse, wodurch Ausfallzeiten und Wartungskosten reduziert werden. Da keine mechanischen Schaltkontakte vorhanden sind, arbeitet das Gerät nahezu verschleißfrei und eignet sich besonders für Anwendungen mit häufigen Schaltvorgängen oder hohem Kurzschlussrisiko.

Die vollelektronische Technologie ermöglicht eine Kurzschlussabschaltung in nur vier Mikrosekunden, während mechanische Schalter mehrere Millisekunden benötigen. Dadurch werden zerstörerische Kurzschlussströme vermieden und zusätzliche Schutzgeräte oft überflüssig.

Mit Smart Start reduziert der E-Starter Anlaufströme und Drehmomentstöße um bis zu 50 Prozent, wodurch elektrischer und mechanischer Verschleiß an Motoren und Applikationen minimiert wird. Besonders energieeffiziente IE3- und IE4-Motoren erzeugen hohe Einschaltströme, die herkömmliche Schutzgeräte auslösen können. Der E-Starter vermeidet diese Fehlauslösungen durch phasenoptimiertes Schalten. Diese Eigenschaften senken den Wartungsaufwand und machen den Betrieb wirtschaftlicher. Im Vergleich zu klassischen Direktstartern reduzieren sich die Energieverluste um bis zu 40 Prozent. Zudem entfallen Wartungskosten, da keine mechanischen Verschleißteile vorhanden sind.

Bild 3 | Wago bietet mit dem modularen Cabinet Wiring Robot eine neue Automatisierungslösung für die effiziente Schaltschrankverdrahtung.
Bild 3 | Wago bietet mit dem modularen Cabinet Wiring Robot eine neue Automatisierungslösung für die effiziente Schaltschrankverdrahtung.Bild: Wago GmbH & Co. KG

Verdrahtungsroboter

Die Verdrahtung von Schaltschränken ist immer noch ein manuell geprägter Prozessschritt. Deshalb suchen die Kunden im Schaltschrankbau aktuell mehr denn je nach Lösungen, um die Verdrahtung effizienter zu gestalten – und so Zeit und Kosten zu sparen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wago bietet mit dem modularen Cabinet Wiring Robot, der in Zusammenarbeit mit dem Technologie- und Entwicklungspartner Polygon entwickelt wurde, eine neue Automatisierungslösung für die effiziente Schaltschrankverdrahtung (siehe auch die Titelstory in dieser Ausgabe). Konkret handelt es sich beim Cabinet Wiring Robot um einen modularen Roboter mit 4,5 Achsen, der auf ein Magazin von zwölf Greif- und Montagewerkzeugen und bis zu sieben Schraubbits zugreifen kann. Der Cabinet Wiring Robot agiert dabei im Zusammenspiel mit den Wago-Reihenklemmen mit Push-In-Klemmenanschluss, durch sein Repertoire an Werkzeugen aber auch mit Komponenten anderer Hersteller. Die einseitige Verdrahtung einer Vielzahl von Komponenten unterschiedlichster Anbieter eignet sich für viele Anwendungsfälle und Aufgabenstellungen. Als Anschlusstechnologien sind sowohl Schraub- als auch Federanschlüsse möglich, wie sie beispielsweise in Sicherungsautomaten und Reihenklemmen anzutreffen sind. Um eine hohe Ausführungsqualität zu erzielen, wird jeder Anschlusspunkt nach erfolgter Verdrahtung einer Auszugsprüfung unterzogen. Die integrierte Kameratechnik macht vor jedem Auftragsstart einen Soll-Ist-Abgleich, um zu überprüfen, ob die Komponenten passend montiert sind. Sollten kleine Abweichungen bei der Position der Komponenten vorkommen, berücksichtigt der Roboter dies bei der Verdrahtung und justiert gegebenenfalls in den digital vorliegenden Auftragsdaten nach, wodurch die Prozesssicherheit erhöht wird.

Bild 4 | Mit dem neuen Varitector PU AC BS60 von Weidmüller steht eine einfach zu installierende Überspannungsschutz-Lösung zum direkten Aufrasten auf die 60mm Sammelschiene bereit.
Bild 4 | Mit dem neuen Varitector PU AC BS60 von Weidmüller steht eine einfach zu installierende Überspannungsschutz-Lösung zum direkten Aufrasten auf die 60mm Sammelschiene bereit. Bild: Weidmüller GmbH & Co. KG

Überspannungsschutz

Mit dem neuen Varitector PU AC BS60 von Weidmüller steht eine einfach zu installierende Überspannungsschutz-Lösung zum direkten Aufrasten auf die 60mm Sammelschiene bereit. Besonders in zentralen Energieverteilern wie Niederspannungshauptverteilern, Unterverteilern und Messwandler-Schränken, in denen hohe Ströme und komplexe Energieverteilungen auftreten, schützt ein Überspannungsschutz (SPD) die immer empfindlicheren Infrastrukturen vor kostspieligen Ausfällen. Die neuen Komponenten der VPU AC BS60 Serie werden werkzeuglos auf die Sammelschiene aufgerastet und sind mit nur 36mm Baubreite (2 TE auf der Sammelschiene) sehr kompakt. Durch das direkte Aufrasten auf die Sammelschiene ist auch die Einhaltung der 0,5m-Regel, die sich aus der VDE 0100-534 ergibt, einfacher durchzuführen. Der Anschlusspunkt des SPD an die aktive Leitung verlagert sich direkt auf die Sammelschiene, damit entfällt dieser Leitungsweg in der Betrachtung. So stehen die 0,5m für die Verdrahtung von PE oder N zur Verfügung. Die Installation von PE erfolgt am Basismodul. Werden zwei Anschlüsse benötigt, beispielsweise einer für die lokale Erde und einer für den Hauptpotenzialausgleich, wie normativ gefordert ist, geht das mit dem Extender-Modul, das jedem Typ I beiliegt oder als Zubehör geordert werden kann. Der für ein dreipoliges Sammelschienensystem entwickelte VPU AC BS 60 besteht aus zwei Komponenten: dem Basismodul zum Anschluss zur Sammelschiene und den steckbaren Überspannungsableitern. Durch einfaches Abtrennen eines Kunststoffkragens am Basismodul lässt sich das SPD auch auf einem vierpoligen Sammelschienen-System montieren. Gleichzeitig sichert die Lasche die Berührungssicherheit. Das Modul ist lageneutral, das heißt es kann gedreht werden. Das ermöglicht bei der Installation immer dem kürzesten Anschlussweg egal, ob die Einspeisung oben oder unten im Schrank erfolgt.

Bild 5 | Mit dem neuen CrossBoard 800A von Wöhner erweitert sich der Einsatzbereich der Out-of-the-Box-Lösung von 250 auf nunmehr 800A (IEC/UL) Bemessungsstrom.
Bild 5 | Mit dem neuen CrossBoard 800A von Wöhner erweitert sich der Einsatzbereich der Out-of-the-Box-Lösung von 250 auf nunmehr 800A (IEC/UL) Bemessungsstrom.Bild: Wöhner

Systemerweiterung auf 800A Bemessungsstrom

Seit Markteintritt 2016 hat sich das CrossBoard als modulares und offenes Basissystem etabliert. Von ursprünglich 160A-Bemessungsstrom konnte das 160mm hohe Basissystem vor Kurzem auf 250A upgegradet werden, wodurch sich noch mehr Applikationen umsetzen lassen. Seit März hat das Portfolio eine entscheidende Erweiterung erfahren. Mit dem neuen CrossBoard 800A erweitert sich der Einsatzbereich der Out-of-the-Box-Lösung von 250 auf nunmehr 800A (IEC/UL) Bemessungsstrom. Zentrales Element ist die neuartige Hybridschiene mit drei funktionellen Schnittstellen für die elektrische Kontaktierung: eine für die rückseitige Einspeisung bis 800A, eine für die patentierte werkzeuglose Steckkontaktierung sowie eine für Aufbaukomponenten mit der bewährten Klemmkontaktierung. Durch die Steckschnittstelle lassen sich alle bekannten Komponenten aus dem CrossBoard-Portfolio mit der neuen Variante des CrossBoard kombinieren, von klassischer NH-Sicherungstechnik bis hin zu elektronischer Messtechnik. Somit war zum Produktlaunch bereits ein umfangreiches Portfolio an Aufbaukomponenten verfügbar. Auf der aus dem 60 Classic bekannten Bauhöhe von 200mm bietet das CrossBoard 800A nicht nur technische Vorteile wie eine besonders hohe Kurzschlussfestigkeit, sondern erfüllt durch einen um bis zu 40 Prozent reduzierten Einsatz von Kupfer auch Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit. Wie schon bei den früheren Versionen des CrossBoard 250A kann das neue CrossBoard 800A mit den vorkonfektionierten Breiten von 500 bis 1.100mm in einer Vielzahl von Applikationen – horizontal, aber auch vertikal verbaut – integriert werden. In Sachen Sicherheit bietet die neue Version durch den durchgängigen IP20-Berührungsschutz, der bei Bedarf auf IP40 erweitert werden kann.

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