
Um Türen, Klappen, Fenster & Co. abzudichten, setzen viele Unternehmen immer noch auf Dichtungsmeterware, die noch von Hand zugeschnitten werden muss – ein Mehraufwand, der nicht nur Zeit kostet, sondern auch Risiken einer Undichtigkeit an den Stoßkanten hinterlässt. Emka bietet eine effiziente Alternative. Mit eigenen Produktionsstandorten in Arnedo in der Region La Rioja (Spanien) und in Birmingham (Großbritannien) fertigt das Unternehmen über 1.500 Standardprofile aus EPDM und Silikon sowie maßgeschneiderte Lösungen, die exakt auf die individuellen Anforderungen der Kunden abgestimmt sind. Eine dieser Spezialanfertigungen sind vulkanisierte Dichtungsrahmen. Die vorkonfektionierten Rahmen und Ringe werden montagefertig geliefert und können ohne weitere Bearbeitungsschritte direkt eingesetzt werden. Vulkanisierte Dichtungsrahmen besitzen eine langlebige und homogene Verbindung, so dass eine zuverlässige Abdichtung gegen Umwelteinflüsse erzielt wird. Der Anwender profitiert sowohl von der hohen Qualität als auch von der Zeitersparnis bei der Montage des Produktes. Verglichen mit dem Einsatz von Meterware sinkt der Materialverschnitt um durchschnittlich 20 Prozent und reduziert die Gesamtkosten der Anwendung.

Zwei Verfahren – eine starke Verbindung
Emka unterscheidet bei der Filmvulkanisation zwei stark belastbare Verbindungsformen. Die klassische Filmvulkanisation erfolgt mithilfe eines Films aus dem gleichen Rohstoff wie das Profil selbst. Dabei werden die Profilenden zunächst exakt auf Gehrung geschnitten, um eine passgenaue Verbindung zu ermöglichen. Der Film aus Rohmaterial wird zwischen die beiden Profilenden geführt. Ein spezielles Werkzeug schneidet beim Schließen die Profilkontur und vulkanisiert unter hoher Temperatur und Druck eine homogene, reißfeste und elastische Verbindung. Dieser Vorgang dauert ungefähr 120 Sekunden. Die PE-Verschweißung (auch PE-Vulkanisation genannt) erfolgt nach dem gleichen Verfahren, allerdings unter der Verwendung einer sehr dünnen Polyethylenfolie. Die Folie wird vor dem Zusammenfügen in wenigen Sekunden auf Schmelztemperatur erhitzt. Ein Spezialwerkzeug drückt die beiden Enden und die heiße Folie zusammen. Nach kurzer Abkühlung entsteht eine nahtlose, besonders widerstandsfähige Dichtung, die auch unter extremen Bedingungen formstabil und dicht bleibt. Neben der Filmvulkanisation bietet Emka zwei weitere Verfahren zur Konfektionierung an: das Kleben von Stoß- und Eckverbindungen und das Spritzgießen (Injection Moulding). Das Verkleben zweier Profilenden stellt die einfachste Verbindungstechnik dar. Bei Ringen wird durch das Einbringen von Entlüftungsbohrungen sichergestellt, dass die Luft beim Komprimieren gleichmäßig entweichen kann. Das Spritzgießen ermöglicht einen präzisen Übergang von dem bestehenden Profil an eine komplexe Geometrie. Formecken oder Endanspritzungen werden direkt in die Dichtung integriert. So entstehen Rahmen mit exakt definierten Konturen, die sich nahtlos in ihre Umgebung einfügen.

















