Elektrische Automation erwartet nominales Umsatzwachstum von 10% für 2023
Bild: Siemens AG/ Erich Malter

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ist der Auftragseingang in der Elektrischen Automation im Vergleich zum Vorjahr um real 12% gestiegen. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum um real 8% zu. Die Nachfrage in der Automatisierungsbranche wurde in diesem Jahr bisher insbesondere durch Nachholeffekte beflügelt. Die Umsatzentwicklung war im Vergleich dazu verhalten. „Für 2023 rechnen wir mit einem nominalen Anstieg im Umsatz von plus 10% im Vergleich zu 2022“, prognostiziert Jörg Freitag (Bild), Vorstandsvorsitzender des VDMA Elektrische Automation. Sorgen bereitet Branchenvertretern allerdings weiterhin die Einschränkungen bei der Materialverfügbarkeit von Elektronikkomponenten für die Fertigstellung von Aufträgen. Der VDMA plant eine Studie zur Entwicklung der Halbleiterindustrie bis 2030 mit besonderem Fokus auf die Bedürfnisse von Halbleitertechnologien im Maschinen- und Anlagenbau. Darin sollen zum einen die in Europa und Deutschland ansässigen Hersteller dargestellt werden. Zum anderen erfolgt eine Analyse der qualitativen Bedarfe des Maschinen- und Anlagenbaus als auch der quantitativen Bedarfe. Beides soll sowohl aktuell als auch bis 2030 analysiert werden. Daraus sollen im Anschluss Trends aus Maschinenfunktionalitäten und Produktanforderungen abgeleitet werden. Die Studie erfolgt in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und soll, nach Veröffentlichung von Zwischenergebnissen, final im Juli 2023 erscheinen. Als nächste Stufe von Industrie 4.0 engagiert sich der Verband bei der Gestaltung von Manufacturing-X: Das Ziel ist, ein föderatives Datenökosystem für das produzierende Gewerbe zu schaffen, mit dem Unternehmen die Vorteile der Plattformökonomie nutzen können, ohne ihr Domainwissen aufgeben zu müssen. Hierzu wurde unter Beteiligung der Elektrischen Automation ein Whitepaper zur Umsetzung von Manufacturing-X verfasst.

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