
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau steckt in einer tiefen Krise. Die Konjunkturaussichten sind am Boden, die Umsatzprognosen verharren weiterhin im Minus und die Kapazitätsauslastung erreicht ein neues Rekordtief – sieht man von den Extremwerten während der Coronapandemie ab. Dennoch gibt es Indikatoren, die auf einen Umschwung für die gebeutelte Branche hindeuten, wie das aktuelle Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland zeigt. Sechs von zehn Befragten blicken explizit pessimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung, und knapp ein Drittel ist aufgrund der krisenhaften Rahmenbedingungen unentschlossen in ihrer Meinung. Der Anteil der Optimisten ist weiterhin auf Talfahrt und erreicht einen historischen Tiefststand. Erstmals ist ihr Anteil im einstelligen Prozentbereich angekommen: Lediglich 8% erwarten eine positive konjunkturelle Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Entsprechend verharren auch die Umsatzprognosen für 2025 weiterhin im negativen Bereich. Für die Gesamtbranche rechnen die befragten Manager mit einem durchschnittlichen Umsatz von -3,7%. Dies stellt immerhin eine leichte Erholung gegenüber dem Vorquartal dar (-5,6%) und ist der beste Prognosewert seit Ende 2023. Weniger als ein Drittel der Befragten glaubt noch an eine positive Entwicklung für den Gesamtmaschinenbau im Jahr 2025. Die aktuelle Kapazitätsauslastung der befragten Unternehmen beträgt im Durchschnitt bei 81,7%. Dieser Wert liegt noch einmal 3,1 Prozentpunkte unter Vorquartal. Trotz der dargestellten Minusrekorde und Herausforderungen planen 78% der befragten Maschinenbauunternehmen in diesem Jahr zu investieren. Der durchschnittliche Investitionsanteil liegt bei 6,5% des Gesamtumsatzes und ist gegenüber den Vorjahren (5,8 bzw. 5,9%) wieder gestiegen. Beim Blick auf die Investitionsfelder fällt auf, dass vor allem die Mitarbeiter im Fokus stehen. Sieben von zehn Befragten sehen die Qualifikation und Weiterbildung als Investitionsfeld, sechs von zehn wollen sich zudem auf Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Marketing fokussieren. Erst an vierter Stelle werden technologiebasierte Investitionen genannt.

















