Welche Auswirkungen hat die Integration erneuerbarer Energien auf die Schränke?

Die Integration erneuerbarer Energien führt natürlich zu diesem weiteren Platzbedarf im Zählerschrank, von dem ich eingangs sprach. Insbesonders für zusätzliche Absicherungen. Gleichzeitig steigen die Verdrahtungsquerschnitte, um höhere Dauerlasten abzufangen. Statt der früher üblichen 10mm² Zählerfelder kommen heute öfter 16mm² zum Einsatz. Auch für diese Anforderungen müssen individuelle, auf den jeweiligen Einsatzort zugeschnittene Komplettlösungen angeboten werden.

Wie lässt sich die Installation entsprechender Systeme effizient gestalten?

Installationszeit ist zu einem entscheidenden Faktor geworden. Im Fertighausbereich setzen Bauträger heute teilweise sogar schon die Vorgabe, dass die Elektroinstallation nur wenige Tage dauern darf. Gleichzeitig fehlt es an ausgebildeten Fachkräften. Daher sind geprüfte, anschlussfertige Komplettlösungen gefragt, bei denen die interne Verdrahtung bereits erfolgt ist. Sie sparen Zeit, erhöhen die Installationssicherheit und gewährleisten, dass der Schrank von den Energieversorgern abgenommen wird. Solche vorkonfigurierten Anlagen haben wir innerhalb unserer Power Series im Portfolio.

Was für Ansätze verfolgen Sie genau innerhalb Ihres Produktportfolios?

Es gibt da im Wesentlichen zwei Ansätze, um die Montagezeit auf der Baustelle zu reduzieren. In der Projektlieferform ist der komplette Schrank vormontiert, alle Felder sind bereits eingebaut. Er wird als ein Gehäuse geliefert, das nur noch an der Wand befestigt werden muss. Der Schrank wird über unser Projektteam gemeinsam mit dem Installateur und dem Großhandel geplant. Hier gibt es drei Ausbaustufen entweder als Schrank ohne Bestückung oder mit SLS und Überspannungsschutz. Alternativ kann der Schrank auch komplett verdrahtet geliefert werden.

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