
Die Maschinen- und Anlagenbaufirmen aus Deutschland mussten im ersten Halbjahr deutliche Einbußen auf den Auslandsmärkten hinnehmen. Laut amtlicher Statistik errechnet sich ein Exportrückgang von nominal 4,8% auf 100,6Mrd.€. Preisbereinigt nahmen die Ausfuhren von Maschinen um 7% ab. „Die rückläufigen Exportzahlen überraschen nicht, angesichts der anhaltend schwachen Industriekonjunktur weltweit, ungelöster geopolitischer Verwerfungen und tiefgreifender struktureller Herausforderungen. Besonders die schwache Nachfrage aus Europa und China sowie nachlassende Impulse aus den USA belasten die deutschen Maschinenexporte“, kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Zahlen. Die Exporte in die Länder der Europäischen Union sanken im ersten Halbjahr um 8,4%. Besonders starke Rückgänge waren in Italien (-15,7%), Tschechien (-12,2%) und Österreich (-11%) zu verzeichnen. Positiv entwickelten sich hingegen die Ausfuhren in die Wachstumsmärkte Mexiko und Indien. Die Lieferungen nach Mexiko stiegen demnach um 24,6%, nach Indien erhöhten sie sich um 5%. Auch die Exporte nach Ungarn und in die Republik Korea zeigten mit jeweils plus 3% eine positive Entwicklung. Die Branchenausfuhren in die USA und das Vereinigte Königreich bewegten sich im ersten Halbjahr seitwärts mit jeweils plus 0,7%, allerdings mit abnehmender Tendenz im Verlauf der sechs Monate. Dennoch bleiben die USA mit einem Exportvolumen von gut 13,9Mrd.€ und einem Exportanteil von 13,8% im Zeitraum Januar bis Juni der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt für den Maschinen- und Anlagenbau.

















