
Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 50.000 Tonnen Papier für physische Nutzungsinformationen verschwendet. Grund dafür ist die gängige juristische Auslegung des EU-Produktrechts. Danach müssen Hersteller und Anbieter Informationen wie Anleitungen, Sicherheitshinweise oder Begleitinformationen in den 24 Amtssprachen der EU auf Papier mitliefern. Dieser Verschwendung will der ZVEI ein Ende bereiten und hat dazu jetzt ein Positionspapier veröffentlicht. Darin schlägt der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ein Omnibusverfahren vor, um die entsprechenden europäischen Richtlinien und Verordnungen anzupassen. Der ZVEI unterstützt die Initiative der Kommission für nachhaltige Produkte und ist Partner beim Übergang zur flächendeckenden Digitalisierung von Nutzungsinformationen. Umfassende digitale Nutzungsinformationen bereitzustellen, stellt aus Sicht des ZVEI eine überschaubare Hürde dar, der Ertrag wäre jedoch maximal. Dazu müssten allerdings die bestehenden Rechtsunsicherheiten sowie uneinheitliche Vorschriften beseitigt werden. Dies sollte die EU-Kommission im Wege eines sogenannten Omnibusverfahrens einheitlich für alle Produktregulierungen tun. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Gros der Nutzungsinformationen ungelesen in den Papierkorb wandert, gerade die immer dicker werdenden und immer gleich lautenden Hinweise im Kleingedruckten „, kommentiert Wolfgang Weber (Bild), Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Das ZVEI-Positionspapier „Potenziale durch digitale Nutzungsinformationen“ steht zum Download bereit unter: www.zvei.org

















