
Lütze Transportation erweitert sein Stromstoßrelais-Portfolio um eine Variante, die ihren letzten Schaltzustand speichert, ohne dass eine dauerhafte Spannung anliegen muss. Dies entlastet Bordbatterien auf Schienenfahrzeugen, insbesondere bei abgestellten Fahrzeugen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Stromstoß- oder bistabilen Relais, die eine kontinuierliche Spannungsversorgung benötigen, speichert das neue Modul seinen letzten Schaltzustand rein mechanisch. Ein kurzer 100 Millisekunden-Steuerimpuls reicht aus, um das Relais umzuschalten, und der gewählte Zustand bleibt auch nach Abschalten der Bordversorgung erhalten. Dies reduziert die Ruhestromaufnahme im abgestellten Fahrzeug und entlastet so die Bordbatterien sowie den gesamten Energiehaushalt.
Das neue Stromstoßrelais bietet einen Weitspannungseingang von DC 24 bis 110V und deckt damit alle gängigen Bordnetzspannungen im Schienenfahrzeugbereich mit einem Gerät ab. Das 17,5mm breite Modul verfügt zudem über eine automatische Abschaltung der Versorgung, wenn die Ansteuerspannung zu lange anliegt. Bei einer Anliegedauer von mehr als 600 Millisekunden wird die Versorgung automatisch unterbrochen, um Energie zu sparen. Der Baustein bietet zwei getrennte Steuereingänge mit unterschiedlichen Schaltschwellen: Eingang A1.2 schaltet ab 13V für 24- und 36-Volt-Bordnetze, während Eingang A1.1 ab 33V für 72- und 110-Volt-Systeme ausgelegt ist. Alle relevanten Bahnnormen werden erfüllt, darunter EN 50155, EN 50121-3-2, EN 50124-1, EN 61373, die Brandschutznorm EN 45545-2 sowie die EMV 06-Regelung des Eisenbahnbundesamts.

















