
Klein denken ist nicht Sache von Trips. Das wird bei der Ankunft am Firmengelände in Krapkowice sofort klar. Sichtbar stolz ist man hier auf das große und hochmoderne Werk, das erst im letzten Jahr in Betrieb gegangen ist. Auf rund 4.000m² werden hier mit über 80 Beschäftigten Großprojekte abgewickelt und Anlagen für den Energiemarkt, den Maschinenbau und andere Branchen gefertigt.

Auf der grünen Wiese
Das Werk ist im wahrsten Sinne des Wortes auf der grünen Wiese geplant worden. Und eine Zukunftsinvestition mit jeder Menge Spielraum nach oben. Oder eher: in die Weite. Denn eine Expansion auf dem 18.600m² großen Firmengelände wurde von Anfang an mitgedacht. „Wir sind startklar für die Zukunft, haben für schnelles Wachstum geplant und können auf dem Gelände unsere Fertigungsfläche noch zweimal erweitern“, sagt stolz Lukasz Kowalski, Managing Director der Trips Automatyka Polska. Wie weit man hier in die Zukunft schaut, zeigt ein Blick in den Bebauungsplan: Um die Fertigungsflächen zu erweitern, sind bereits die Trassen für weitere Versorgungsleitungen vorbereitet, ebenso die Bohrungen für die weitere Nutzung von Erdwärme. Apropos Nachhaltigkeit: Die Nutzung von erneuerbaren Energien war Treiber bei der Planung. Beheizt und gekühlt wird das neue Werk über Geothermie-Anlagen. Diese sorgen in Verbindung mit einem Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung und einer 180-kW-Photovoltaikanlage auf dem Firmendach für hohe Energieeffizienz und Klimaneutralität.

Mehr Platz für Großes
So viel Zukunft ist neu. Das war nicht immer so. Eine Expansion am alten Fertigungsstandort in Wykroty, wo Trips seit 2016 im kleineren Stil fertigt, war nicht möglich. Schon vor Jahren kam es zu Engpässen. „Unsere Projekte sind sehr kundenspezifisch, und wir brauchen Platz, um Anlagen für Großprojekte unterzubringen“, erklärt Lukasz Kowalski. „Um unsere Produktionskapazitäten zu erweitern, haben wir die neue Werkshalle so geplant, dass der Fertigungsbereich sehr modular und flexibel ist und sich je nach Kundenprojekt einfach anpassen lässt.“ Große Anlagen, Seecontainer und E-Houses lassen sich einfach in die Halle einfahren, komfortabel ausrüsten und können über Wochen und Monate in der Fertigung stehen.

In hohem Maße automatisiert
Um mehr Effizienz und Qualität in die Produktion zu bringen, setzt Trips auf integrierte Automatisierungslösungen bei der Schaltschrank-Bearbeitung, Kabelkonfektionierung und Anlagenprüfung. Störende Geräusche in der Halle durch Bohren und Fräsen sind dabei nicht auszumachen. Es herrscht konzentriertes, ruhiges Arbeiten an den Schaltanlagen. Die laute mechanische Bearbeitung der Schaltschränke wurde in einen separaten Fertigungsbereich ‚ausgelagert‘. Mittels eines Perforex-Bearbeitungszentrums von Rittal werden dort Gehäuse sowie Flachteile automatisiert bearbeitet. „Mit der Perforex können wir bis zu 95 Prozent aller Bohrungen und Lochungen automatisiert vornehmen“, so Lukasz Kowalski.


















