65.000 offene Stellen

Die Grafik zeigt die Entwicklung des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften in den Jahren 2021 bis 2025. Mit 96.580 war der Bedarf im Jahr 2023 am größten und ging dann in den Folgejahren zurück. Der Rückgang trifft insbesondere an-/ungelernte Helfer, während qualifizierte Fachkräfte auch weiter gefragt sind.
Die Grafik zeigt die Entwicklung des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften in den Jahren 2021 bis 2025. Mit 96.580 war der Bedarf im Jahr 2023 am größten und ging dann in den Folgejahren zurück. Der Rückgang trifft insbesondere an-/ungelernte Helfer, während qualifizierte Fachkräfte auch weiter gefragt sind.Bild: ZVEH

Bereits vor wenigen Wochen zeigte die Herbstkonjunkturumfrage 2025 des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): Die Unternehmen sind im Zuge der gesamtwirtschaftlichen Situation deutlich zurückhaltender geworden, was die Einstellung neuer Mitarbeiter betrifft. Hatten vor zwei Jahren, im Oktober 2023, noch 66% der Unternehmen angegeben, offene Stellen zu haben, waren es im Oktober 2025 nur noch 46,9%.

Nun macht die aktuelle Fachkräfteerhebung des ZVEH deutlich: Auch für 2026 ist der Fachkräftebedarf im größten installierenden Gewerk weiter rückläufig. Die gesamtwirtschaftliche Situation schlägt sich damit auch auf diesen wichtigen Konjunkturindikator nieder. So sank die Zahl der gemeldeten offenen Stellen von 79.567 zu Beginn des Jahres 2025 auf jetzt 65.301 und ist damit zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Zwischen 2021 und 2023, auf der Hochphase der Energiewende, war der Bedarf noch von Jahr zu Jahr angestiegen und hatte 2023 mit 96.580 offenen Stellen einen Höhepunkt erreicht.

„Es zeichnet sich bereits seit geraumer Zeit ab, dass unsere Betriebe trotz weiterhin recht hoher Auftragspolster zurückhaltender werden, was die Ausschreibung von offenen Stellen beziehungsweise die Einstellung neuer Mitarbeiter betrifft“, erklärt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Alexander Neuhäuser. Als Gründe nennt er zum einen die schlechte Stimmung in der Wirtschaft, vor allem aber auch Faktoren wie die anhaltende Baukrise und das auch politisch motivierte Abbremsen der Energiewende.