Fast 26.000 Insolvenzen bis Ende des Jahres erwartet

IW
Bild: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Bis Ende des Jahres dürften etwa 25.800 Unternehmen in Deutschland in die Pleite rutschen: Das ist das Ergebnis einer neuen IW-Studie. Damit steigt die Zahl der insolventen Unternehmen nun schon im vierten Jahr in Folge – im Vergleich zu 2021 dürfte sich ihre Zahl nahezu verdoppeln. Ein Ende des Trends ist noch nicht in Sicht. Die Krisen der vergangenen Jahre haben die deutsche Wirtschaft hart getroffen. Die Corona-Pandemie leitete die Trendwende bei den Insolvenzen ein: In den Jahren vor der Pandemie meldeten von Jahr zu Jahr weniger Unternehmen Insolvenz an. Während der Pandemie wurde ein Tiefpunkt erreicht, da die Antragspflicht ausgesetzt wurde. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 stiegen dann die Energiepreise sprunghaft an, steigende Preise und die folgenden Rezessionsjahre setzten den Unternehmern stark zu. Die Krisen sind laut IW allerdings nicht der einzige Treiber für die Pleiten: Deutschland werde als Wirtschaftsstandort zunehmend unattraktiver. Die hohe Regulierung und Bürokratie in Deutschland verhindern Investitionen und treiben die Insolvenzen weiter in die Höhe. Hinzu kommt: Hierzulande gibt es im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA nur wenige Gründer. Vor allem der Fachkräftemangel und die hohen Auflagen für Unternehmen halten viele davon ab, den Schritt zu wagen.