Trendwende bleibt weiterhin aus

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Bild: Destatis und ZVEI – eigene Berechnungen

Laut ZVEI verzeichnete im Februar die deutsche Elektro- und Digitalindustrie 1,4% weniger Auftragseingänge als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die Inlands- und Auslandsbestellungen entwickelten sich im Februar gegensätzlich: Während erstere nochmals um 9,6% rückläufig waren, zogen letztere um 5,6% an. Dabei erhöhten Kunden aus der Eurozone ihre Orders um 4,5%, und aus Drittländern gingen 6,3% mehr Neuaufträge ein. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres lagen die branchenweiten Auftragseingänge damit zusammengenommen 1,6% unter Vorjahr. Hier standen sich ein Minus bei den Inlandsorders von 11,4% und ein Plus bei den Auslandsaufträgen von 6,7% gegenüber. Die Bestellungen aus dem Euroraum verkürzten sich leicht um 0,5%, wohingegen die Orders aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums um 10,9% wuchsen.

Die reale Produktion elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse in Deutschland fiel im Februar mit -3,7% ebenfalls geringer aus als im gleichen Vorjahresmonat. Auch hier wurde der Januar-Wert nachträglich deutlich nach unten korrigiert. Für die kumulierte Entwicklung in den ersten beiden Monaten dieses Jahres resultiert daraus ein Output-Rückgang um 4,8% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Mit 17,3Mrd.€ verzeichnete auch der aggregierte Branchenumsatz im Februar einen Rückgang von 5,2% gegenüber dem Vorjahr. Dabei gaben die Inlandserlöse (-8,2% auf 8,0Mrd.€) stärker nach als die Geschäfte mit ausländischen Partnern (-2,7% auf 9,3Mrd.€). Mit Kunden aus der Eurozone wurden im Februar 3,6Mrd.€ weniger als im Vorjahr erlöst (-6,1%). Die Verkäufe an Drittländer waren nur leicht rückläufig (-0,7% auf 5,7Mrd.€).

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Februar dieses Jahres kam der Elektroumsatz aus deutscher Produktion auf 34,2Mrd.€ – ein Minus von 3,7% gegenüber den ersten beiden Monaten 2024. Die Erlöse verteilten sich auf 15,8Mrd.€ (-6,7%) an Inlandsgeschäft und 18,4Mrd.€ (-1,2%) an Auslandsgeschäft. Der Umsatz mit Partnern aus Drittländern erhöhte sich leicht um 0,7% auf 11,2Mrd.€, während das Geschäft mit Kunden aus dem Euroraum um 4,4% auf 7,2Mrd.€ nachgab.

Nach dem deutlichen Sprung nach oben im Februar waren die Produktionspläne der deutschen Elektrounternehmen im März wieder leicht rückläufig. Auch die Beschäftigungspläne gaben zuletzt um zwei Prozentpunkte nach. Aktuell zählt die deutsche Elektro- und Digitalindustrie 889.500 Beschäftigte, wovon 28.000 kurzarbeiten. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie hat sich im März den nunmehr dritten Monat in Folge erholt.