
„Nicht zuletzt nach den jüngsten Handelsturbulenzen mit den USA und der unglücklichen Abstimmung im EU-Parlament zu Mercosur ist das Abkommen zwischen der Europäischen Union und Indien ein sehr gutes Zeichen. Es zeigt, dass die EU es ernst meint mit ihrer Diversifizierungsagenda in Handelsfragen. Angesichts der geopolitischen Unsicherheiten braucht Europa mehr, nicht weniger, verlässliche Handelspartner. Auch wenn viele Details des Deals noch offen sind, sei der Abschluss der Verhandlungen laut Weber positiv. So sollen im Rahmen des Abkommens Zölle auf elektrische Ausrüstungen von bisher bis zu 44% in vielen Fällen auf Null gesenkt werden. „Dieser Abbau von Handelshemmnissen verstärkt die Chancen für die Elektro- und Digitalindustrie, die sich durch ein rasantes Wachstum einer Volkswirtschaft mit 1,4Mrd. Menschen ergeben“, so Weber.
Seit dem Jahr 2000 haben sich die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie nach Indien verachtfacht. Der Großteil der Branchenexporte nach Indien entfiel zuletzt auf Güter aus dem Bereich Automation (1,0Mrd.€), gefolgt von elektrischen Bauelementen (287Mio.€) und Energietechnik (275Mio.€), Elektromedizin (271Mio.€), IKT (224Mio.€) und Elektroinstallationssystemen (113Mio.€). Insgesamt wurden 2024 Waren im Wert von 3,1Mrd.€ nach Indien ausgeführt, noch ein vergleichsweise niedriger Wert. Das Abkommen werde den Handel weiter beflügeln und die Zusammenarbeit zwischen der EU und Indien stärken.

















