
Die aktuelle Geschäftsklimaumfrage des VDMA unter seinen in China aktiven Mitgliedsunternehmen zeigt eine deutliche Belastung der Geschäfte vor Ort. War die Stimmung der Unternehmen im Frühjahr noch ausgeglichen, so hat sich die Situation nun merklich verdüstert: Nur noch 10% der befragten Firmen beurteilen die derzeitige Geschäftslage als gut. Fast die Hälfte, 47%, beschreiben ihre Situation als zufriedenstellend und 43% als schlecht, was zu einer stark negativen Gesamtbewertung von minus 33 Prozentpunkten führt. Zum Vergleich: Im Frühjahr betrug dieser Wert minus 12 Prozentpunkte und vor einem Jahr, während strikter Covid-Restriktionen in China, lag er bei null. Obwohl bestimmte Sektoren wie Kunststoff- und Gummimaschinen, Textilmaschinen, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen sowie Landmaschinen leicht über dem Maschinenbau-Durchschnitt liegen, ist die Bilanz der positiven und negativen Antworten auch in diesen Bereichen negativ. Die Nachfrage in China für Roboter und Automationslösungen war in den vergangen drei Jahren sehr hoch, aber auch hier hat inzwischen eine deutliche Abkühlung stattgefunden. „Das ist die schlechteste Stimmung, die wir seit dem Beginn der Umfrage im Jahr 2016 verzeichnet haben. Das Jahr 2023, eigentlich ein Jahr der Öffnung und Normalisierung, stellt unsere vor Ort ansässigen Unternehmen vor enorme Herausforderungen“, erklärt Claudia Barkowsky, Geschäftsführerin des VDMA in China. Die Aussichten für die nächsten sechs Monate bleiben trüb. Nur 30% der Unternehmen erwarten eine Verbesserung, während die Hälfte von einer unveränderten und 20% sogar von einer sich verschlechternden Geschäftslage ausgehen. Der Mangel an Aufträgen ist ein zentrales Problem für viele Unternehmen: 38% sehen ihn als den primären Bremsfaktor.

















