Vorhandene Potenziale heben

Energieeffiziente Niederspannungsanlagen steigern die Effektivität des Energiekonsums im Datacenter

Vorhandene Potenziale heben

Datacenter rücken heute bei operativen und strategischen Entscheidungen immer mehr in den Fokus. Denn die Digitalisierung und in ihrem Gefolge rasant wachsende Datenmengen erfassen nahezu alle Industrie- und Wirtschaftsbereiche. Daten avancieren zu einem der wichtigsten Assets eines Unternehmens und Themen rund um ihre Sicherheit und Verfügbarkeit werden auf der Agenda von Vorstandssitzungen ganz nach oben katapultiert. Daten sind die neuen Produktionsfaktoren und ihre Speicherung gestaltet sich zunehmend komplex und raumgreifend. Untergebracht in Serverschränken fristeten die gesammelten Daten sowie die zugehörigen IT- und KT-Systeme in der Vergangenheit ein oft staubiges Dasein. Heute haben sie sich aus den Abstellkammern verabschiedet und sind in eigens ausgerüstete Räumlichkeiten umgezogen: in Datacenter. Aber auch hier wird der Platz knapp – und teuer.

Hiesige Rechenzentren stehen heute vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte: dem Energiehunger der Digitalisierung. Cloud Computing, IoT, Big Data, Smartphones, Tablets, Videostreaming – all diese Trends treiben den Bedarf nach Datenspeicher und Rechenkapazitäten in schwindelerregende Höhen. Die Konsequenz ist erschlagend simpel: Nimmt die Rechenleistung zu, steigt gleichzeitig auch der Energiebedarf. Was das bedeutet? Liegt der jährliche Stromverbrauch deutscher Rechenzentren schon heute bei 12,4 Terawattstunden, so wird er nach einer Studie, die jüngst im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erarbeitet wurde, bereits im Jahr 2020 auf 14 und 2025 sogar auf 16,4 Terawattstunden anwachsen. Allein in den kommenden zehn Jahren wird der Gesamtenergieverbrauch also um rund 30 Prozent zunehmen. Hersteller und RZ-Betreiber stehen daher vor einem Dilemma und der Erfolg der boomenden RZ-Branche fordert seinen Tribut: Deutsche Rechenzentren verbrauchen so viel Strom wie nie zuvor und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Energieeffizienz ist daher das Gebot der Stunde. Doch der Spielraum ist begrenzt, das Potenzial scheinbar ausgereizt. Ein Blick auf die Verteilung der Stromverbräuche und auf den branchenüblichen PUE-Wert von durchschnittlich 1,9 (siehe Kasten) lässt hier jedoch einen Lösungsweg erkennen. Denn knapp 50 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs geht nicht in die Server- und Rechenleistung, sondern in die Energieverteilung des gesamten Datacenters – inklusive physikalischer Infrastruktur wie Licht, Kühlung oder unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Hier ist die Stellschraube um Energie einzusparen, die Gesamtkosten zu senken und die PUE in Richtung des optimalen Wertes von 1,2 zu bringen. Wie kann nun ein solches System, das die Energieverteilung in Rechenzentren effizient gestaltet, beschaffen sein? Und welche Unterscheidungskriterien lassen sich zur Kategorisierung des Stromverbrauchs der IT-Last und der physikalischen Infrastruktur unterscheiden?

Seiten: 1 2 3 4Auf einer Seite lesen

Schneider Electric GmbH
www.schneider-electric.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: Alfra GmbH
Bild: Alfra GmbH
Viel mehr als Löcher

Viel mehr als Löcher

„Wir machen Löcher“. So stellte die Werkzeugmanufaktur Alfra auf ihrer ehemaligen Homepage einen der Kernbereiche des Unternehmens dar. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn Loch ist nicht gleich Loch und stellt Entwickler und Konstrukteure vor vielfältige Herausforderungen. Alfra, die laut eigenen Angaben als Erfinderin des Dreispalt-Blechlochers gilt, vertreibt bereits seit Ende der 70er Jahre entsprechende Betätigungshilfen für ihr Locher-Sortiment. Dazu gehören auch hydraulische Handstanzen. Wie alle Geräte aus dem Firmenprogramm werden diese ständig den Erfordernissen der Schaltschrankbaubranche angepasst. Momentan steht erneut ein Update für diese Produktlinie an.

Bild: ZVEH
Bild: ZVEH
ZVEH-Jahrestagung 2022

ZVEH-Jahrestagung 2022

Nachdem die ZVEH-Jahrestagung als Präsenzveranstaltung zwei Jahre lang pandemiebedingt ausgefallen war, kamen die Elektrohandwerke und ihre Partner aus Industrie und Großhandel vom 8. bis zum 10. Juni in Wiesbaden zusammen.

Bild: EPA GmbH
Bild: EPA GmbH
Ein- und Ausschalten 
ohne FI-Auslösungen

Ein- und Ausschalten ohne FI-Auslösungen

Die Firma EPA bietet mit den neuen NF-KC-LKY-Modellen eine Netzfiltergeneration, die serienmäßig mit der PreLeak Technology ausgestattet ist. Dadurch ist es erstmals möglich, Maschinen und Anlagen ein- und auch auszuschalten, ohne dass der Fehlerstrom-Schutzschalter ungewollt auslöst. Grund hierfür ist, dass die Filter weder beim Zu- noch beim Abschalten einen Differenzstromimpuls erzeugen.

Bild: Wöhner GmbH & Co. KG
Bild: Wöhner GmbH & Co. KG
Variantenreich 
und montagefreundlich

Variantenreich und montagefreundlich

Nachdem auch Wöhner in letzter Zeit Pandemie-bedingt die Präsentation seiner neuen Produkte in den virtuellen Raum – den sogenannten Level4 – verlegt hatte, stellt das Unternehmen auf der bevorstehenden Hannover Messe nun wieder in Präsenz aus und zeigt dort viele seiner Neuheiten: das Energieverteilungssystem CrossBoard in zusätzlichen Breiten und dazugehörigem Anschlussmodul Crito zur Plug&Play-Montage sowie die Neuheiten elektronischer Schalter Omus C14, Panel-Lastschalterserie Capus und schnellschaltende Leisten Quadron 185Power Speed.

Anzeige

Anzeige

Anzeige