Mit dem Team auf Erfolgskurs: Jan Rehnig über die Zukunft von Emka

Bild 1 | Jan Rehnig (links), Sprecher der Geschäftsführung der Emka Gruppe, besprach im Gespräch mit SSB-Chefredakteur Jürgen Wirtz die aktuellen Entwicklungen in der Verschlusstechnik.
Bild 1 | Jan Rehnig (links), Sprecher der Geschäftsführung der Emka Gruppe, besprach im Gespräch mit SSB-Chefredakteur Jürgen Wirtz die aktuellen Entwicklungen in der Verschlusstechnik. Bild: Emka Beschlagteile GmbH & Co. KG

Herr Rehnig, Ihr Unternehmen wurde 1932 in Velbert als Produktionsbetrieb für Fahrradzubehör und Eisenwaren gegründet. Wie verlief, grob skizziert, die Entwicklung zum Weltmarktführer für Verschlusstechnik im Schalt- und Steuerungsanlagenbau?

Rehnig: Das ist gar nicht so einfach, dies kurz zusammenzufassen. Anfangs hat sich Emka noch auf die Herstellung von Fahrradteilen konzentriert. Friedhelm Runge, unser früherer Inhaber und Geschäftsführer, ist dann 1973 dazugestoßen und hat ungefähr zwei Jahre später das Unternehmen zu Emka umfirmiert. Zu dieser Zeit begann die Industrie damit, konventionelle Maschinen mit NC- und CNC-Steuerungen auszustatten. Die Geschäftsidee von Friedhelm Runge – brilliant aus heutiger Sicht – Mitte der 70-er Jahre war es, die dafür benötigten Steuerungsschränke sicher zu verschließen – und zwar mit Verschlüssen und Scharnieren. Also auf gut Deutsch: mit Beschlagteilen. So entstand die Firma Emka Beschlagteile. Erst vor ungefähr 17 Jahren sind dann noch zwei Dichtungswerke in Spanien und England hinzugekommen, weil ein Verschlusssystem in den meisten Fällen aus einem Zusammenspiel von Verschluss, Scharnier und Dichtung besteht. Denken Sie dabei als Vergleich einmal an eine Autotür. Mittlerweile sind auch elektronische Verschlusslösungen hinzugekommen, aber diese Idee ist bis heute die Basis unseres Geschäfts weltweit. Unsere Internationalisierung begann 1977, und wir sind heute in 60 Ländern vertreten und seit 2018 im Bereich der Verschlusstechnik für Steuerungs- und Schaltschränke auch Weltmarktführer.

EMKA Agent E BLE
Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG

Was bedeutet eigentlich das Akronym ‚Emka‘?

Rehnig: Ursprünglich zielte dies auf die Kernbranchen ab: Elektrotechnik, Maschinenbau, Klimatechnik und Anlagenbau. Genauso bedeutet ‚Emka‘ aber auch ‚Eine Mannschaft kann alles‘. Will heißen, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sind. Unsere Stärke liegt im Team: Jeder bringt sein Wissen mit, und wir ziehen alle an einem Strang.

Sie haben Mitte vergangenen Jahres die Gesamtverantwortung für Emka von Friedhelm Runge übernommen, der das Unternehmen rund 50 Jahre maßgeblich geprägt hat und der im November 2024 leider verstorben ist. Wie verlief Ihr Start in dieser wirtschaftlich doch sehr herausfordernden Zeit, und wie sehen Sie die Firma aktuell aufgestellt?

Rehnig: Der Einstieg war ohne Frage fordernd. Das Jahr 2024 hat viele Unternehmen belastet, sowohl in unserer Region, als auch in ganz Deutschland. Die Inflation, die Problematik mit den Lieferketten, der Fachkräftemangel, zusätzlich die gewisse Unsicherheit durch die vielen Neuwahlen in unterschiedlichen Ländern weltweit. Das hat man natürlich auch bei unseren Kunden gespürt: Die Bereitschaft, in neue Projekte zu investieren, war deutlich verhaltener, aber Emka konnte diese Herausforderung aus meiner Sicht ganz gut abfedern, weil wir eine starke Basis haben, und wir haben das als Chance genutzt, neue Branchen aufzutun, neue Kunden zu generieren und auch unsere Innovationen und Internationalisierung weiter voranzutreiben. So sind wir mit einem leichten Wachstum aus 2024 herausgegangen und haben für 2025 eine solide Auftragslage geschaffen. Heute sehe ich Emka sehr gut gerüstet, um nachhaltig weiterzuwachsen.

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