Schutz gegen Fehlinstallationen und Power-cross
Wenn an den Anschlussklemmen versehentlich eine nicht dafür vorgesehene Leitung mit zu hoher Spannung aufgelegt wird, sorgen die integrierten Stromsensoren dafür, dass der Stromfluss durch das Endgerät und die am Endgerät anliegende Spannung auf ein ungefährliches Maß beschränkt wird. Wenn der Fehler behoben ist, gehen die Stromsensoren wieder in den Normalzustand über. Selbst im Extremfall, wenn die Telefonleitung durch einen Fehler außerhalb des Gebäudes Netzspannung führt – man spricht dann von Power-Cross – oder eine 230V AC-Leitung direkt am DT-Tele-WM-RJ45-PT-I angeschlossen wird, schützt er das Endgerät (z.B. den Router) und nimmt dabei selbst immer einen sicheren Zustand ein. Bei einer thermischen Überlastung des Ableiters greift eine interne Abtrennvorrichtung ein und trennt das betroffene Schutzelement von der Datenleitung. Gleichzeitig signalisiert die rote Statusanzeige, dass der DT-Tele-WM-RJ45-PT-I schnellstmöglich ausgetauscht werden sollte, weil die Schutzfunktion dann nicht mehr gegeben ist. Der hier beschriebene Überspannungsschutz begrenzt somit nicht nur hohe Impulsspannungen, sondern auch die schädliche Energie, die durch eine Fehlverdrahtung entstehen könnte. Dies vermeidet Zerstörungen am TK-Gerät.
Geforderte Leistungsfähigkeit
In Bezug auf die notwendige Leistungsfähigkeit der Schutzgeräte gibt die Norm IEC61643-22 (VDE 0845 Teil 3-2) Hinweise. Diese Norm beschreibt die erforderlichen Überspannungs-Kategorien an den TK-Leitungen. Einzuhalten sind je nach Einbauort die Klassen D1, C2 oder C1. Diese und viele weitere Eigenschaften werden durch genormte Prüfungen nach der Produktnorm nachgewiesen. Bei einem gut dokumentierten Schutzgerät gibt es idealerweise Angaben zu mehreren Normimpulsen, denn oft ist die zu erwartende Impulsstärke vom Installationsort abhängig. So sollten Schutzgeräte an der ersten Blitzschutzzone, dem Gebäudeeingang, die Anforderungen der Kategorie D1 erfüllen. Eine zweite Stufe sollte der Anforderungskategorie C2 und eine dritte Stufe der Anforderungskategorie C1 entsprechen. Das hier beschriebene Schutzgerät weist alle genannten Kategorien auf und kann somit an jeder Blitzschutzzone, also überall, eingesetzt werden.
Fazit
Eine Zerstörung wichtiger Endgeräte durch transiente Überspannungen, hervorgerufen z.B. durch Blitzeinschläge in das Gebäude selbst oder in einer Umgebung von mehreren hundert Metern, kann verhindert werden, wenn die Stromversorgung und die Datenschnittstellen aller gefährdeten Geräte mit geeigneten Überspannungsschutzgeräten beschaltet werden. Der Verzicht auf die Internet-Nutzung bei widrigen Wetterverhältnissen wie Gewitter gehört der Vergangenheit an – dank Überspannungsschutz. Geeignete Schutzgeräte weisen eine hohe DSL-Übertragungsrate aus und sind einfach anzuschließen und zu installieren.

















